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Viel Rückhalt für Eishalle Oberengadin

Seit Jahrzehnten gibt es im Oberengadin Bestrebungen, um eine Eishalle zu bauen. Heute Montag ist bei der Region Maloja eine entsprechende Initiative eingereicht worden.

29.01.18 - 15:04 Uhr
Eishockey
Hier werden die Unterschriften übergeben.
Hier werden die Unterschriften übergeben.
PRESSEBILD

Rund 1600 Unterschriften konnte das Initiativkomitee seit November 2017 sammeln, 400 wären für eine gültige Volksinitiative notwendig gewesen. Das Bedürfnis nach einer regionalen Eishalle ist damit erwiesen. Am Montag haben die Hauptinitianten die Unterschriften an die Vertreter der Region Maloja in der Chesa Ruppaner in Samedan übergeben. «Zu einer Wintersportregion gehört eine Eissporthalle», sagt Vorstandsmitglied Marco Schmied. Hunderte von Einheimische und Gäste frönen regelmässig einem Sport auf dem Eis, sei es Eiskunstlauf, Eisstockschiessen, Eishockey, Curling oder einfach Schlittschuhlaufen. Die Vereine beklagen sich seit Jahren, bei ihrem Sport den Witterungen ohne Schutz ausgesetzt zu sein. In der vergangenen Woche hat sich auf eindrückliche Weise gezeigt, wie der Schnee den ganzen Eisbetrieb lahmlegen kann.

Touristisch interessant

Den Initianten geht es in erster Linie darum, für die Einheimischen ein entsprechendes Projekt zu realisieren, denn allein aktive Hockeyspieler gibt es im Oberengadin rund 500. Der zweite Grund ist eine Aufwertung des sogenannten Olympia-Trainingsstützpunkts «Gold» Oberengadin. «Um leistungsmässig trainieren zu können, fehlt im Moment die entsprechende Infrastruktur», meint der Initiant. Bei einer Aufwertung mit einer Eissporthalle sind die Initianten davon überzeugt, dass grosse und internationale Mannschaften ins Engadin reisen, um hier Trainingswochen durchzuführen. «Wir behaupten, dass wir sogar namhafte Mannschaften für Höhentrainings im Sommer gewinnen könnten», sagt Schmied. Damit käme auch noch der touristische Aspekt hinzu.

Das Wo ist das Problem

Sollte die Unterstützung der Gemeinden vorhanden sein, dann bleibt immer noch die Standortfrage. «Das Wo ist eigentlich das grösste Problem», sagt Schmied. Ideen und Visionen für mögliche Standorte gibt es durchaus, darunter der Signalparkplatz in St. Moritz. Auch der heutige ARA-Standort in Celerina wäre eine interessante Option, zumal es ab 2022 nur noch eine regionale ARA in S-chanf geben wird. In Samedan werden geeignete Standorte derzeit überprüft.«Sobald wir einen Standort haben und die Abstimmung dazu stattgefunden hat, könnte auch mit entsprechenden Investoren Gespräche geführt werden », sagt Schmied.

Fadrina Hofmann ist als Redaktorin für die Region Südbünden verantwortlich. Sie berichtet über alle gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen, die in diesem dreisprachigen Gebiet relevant sind. Sie hat Medien- und Kommunikationswissenschaften, Journalismus und Rätoromanisch an der Universität Fribourg studiert und lebt in Scuol im Unterengadin. Mehr Infos

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