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HCD muss Krankheit ablegen

Der HCD will sich heute Dienstag in Växjö für die 0:3-Niederlage im Hinspiel revanchieren. Dazu muss er aber die Fehler abstellen und kaltblütiger agieren.

Roman
Michel
31.08.17 - 10:07 Uhr
Eishockey
Dem Spiel bei Växjö kommt vorentscheidender Charakter zu.
Dem Spiel bei Växjö kommt vorentscheidender Charakter zu.
KEYSTONE

33 Schüsse aufs Tor. Null Ertrag. Die fehlende Effizienz war einer der Hauptgründe für die erste Niederlage in der Champions Hockey League (CHL) am vergangenen Wochenende gegen Växjö (0:3). «Wir hatten einige hundertprozentige Torchancen, machten aber einfach keinen rein», monierte denn auch HCD-Trainer Arno Del Curto. «Wenn man selbst das leere Tor nicht trifft, wird es natürlich schwierig», sagte auch Stürmer Marc Wieser. Zum Schutz der Davoser: Mit Viktor Fasth steht bei den Schweden ein Mann mit grossem Namen im Kasten. Der 35-Jährige holte sich 2011 mit der schwedischen Nationalmannschaft WM-Silber. Zusätzlich wurde er zum MVP des Turniers gekürt. Dieses Jahr gewann er mit dem «Tre-Kronor-Team» den WM-Titel.

Schweizer Krankheit

Als Ausrede will Wieser dies aber nicht gelten lassen: «In Tests trafen wir auch schon gegen Fasth.» Trotzdem weiss Del Curto: «Wir kranken seit Jahrtausenden an der fehlenden Effizienz. Wahrscheinlich krankt das ganze Schweizer Eishockey noch Jahre daran. Das macht weh, ist aber so.» Ganz anders Växjö: Die Schweden nutzten ihre Chancen kaltblütig aus. Allen voran Erik Josefsson. Der Topscorer erzielte die ersten beiden Treffer selbst und leistete beim dritten Tor die Vorarbeit.

Fürs Rückspiel am Dienstag (19.45 Uhr) in der Vida Arena macht sich Del Curto dennoch Mut: «Obwohl wir nicht gut gespielt haben, waren wir nicht schlechter als Växjö.» Neben der gesteigerten Effizienz erhofft er sich von seinem Team vor allem weniger Fehler: «Das erste Tor am Samstag haben wir dem Gegner geschenkt. Und auch die doppelte Unterzahl beim dritten Treffer war völlig unnötig.»

Geschmeidig machen fürs Spiel

Trio kämpft ums Weiterkommen

Zwar sind in der Champions Hockey League erst zwei Runden gespielt. Trotzdem ist klar: Will der HCD weiter um den Gruppensieg mitreden, ist ein Punktgewinn in Schweden Pflicht. Das dürfte aber alles andere als einfach werden. «Wir wollen bei unserer vierten Teilnahme in der CHL den ersten Titel holen», gab Växjö-Manager Henrik Evertsson nach der Auslosung vor.

Neben dem Erstplatzierten jeder Gruppe qualifiziert sich auch der Zweite für die K.o.-Phase. Mit Liberec kämpft neben dem Duo Växjö und Davos ein weiteres Team mit hohen Ansprüchen ums Weiterkommen. Die Tschechen rangen Växjö vor einer Woche einen Punkt ab und zeigten damit, dass die Schweden durchaus verwundbar sind.

Roman Michel ist Leiter Sport. Er arbeitet als Sportreporter und -moderator bei TV Südostschweiz. Weiter schreibt er für die gemeinsame Sportredaktion der Zeitung Südostschweiz und suedostschweiz.ch. Roman Michel studierte Journalismus und Organisationskommunikation und arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos

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