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Auch nach 100 Jahren immer noch aktiv

An der Generalversammlung des Bündner Schützen-Veteranen-Verbands wurde das 100-Jahr-Jubiläum gebührend gefeiert.

Davoser
Zeitung
07.10.21 - 18:00 Uhr
Sport
Andrea Stiffler, Gewinner des Karabiners und Hauptpreises im Jahresstich Kombination.
Andrea Stiffler, Gewinner des Karabiners und Hauptpreises im Jahresstich Kombination.
zVg/Gion Nutegn Sgier

Mit dem Bündner Marsch, gespielt von der Polizeimusik Graubünden, wurde die Jubiläums-Generalversammlung in Landquart eröffnet. Max Buchli, Präsident des Bündner Schützen-Veteranen-Verbands, zeigte sich erfreut von der grossen Anzahl der erschienenen Veteranen. Ebenso konnte er einige Personen aus Politik, Militär und anderen Organisationen begrüssen. Seit 1921 ist der Verband aktiv – und dies ist er auch noch nach 100 Jahren seines Bestehens. Der Verband, der die Bündner Schützenveteranen vereint, ist bei den über 60-jährigen Schützen geschätzt, sodass er auch im Jubiläumsjahr rund 100 Mitglieder zählt. In den 100 Jahren seines Bestehens wurde der Verband von 16 Präsidenten geleitet. Jährlich führt der Verband sein Jahresschiessen in Thusis durch. Mit rund 400 Veteraninnen und Veteranen ist dieser Anlass zu einem beachtlichen sportlichen Ereignis geworden – mit Ausnahme der letzten zwei Jahre, in denen corona-bedingt das Programm als Heimrunde geschossen wurde. 

Der Verband verdient Respekt

Alt-Standespräsident Martin Wieland, der seine Nachfolgerin Aita Zanetti vertrat, sagte, das Schiessen sei keine kriegerische Sache, es habe vielmehr einen gesellschaftlichen Aspekt. Das Schiessen sei wohl auch eine staatspolitische Aufgabe, die aber auch dem Schutz der Bevölkerung diene. Divisionär Lucas Caduff betonte, dass der Verband mehr als nur Respekt verdiene. Wenn ein Verband 100 Jahre überlebe, habe er auch den Bedürfnissen entsprochen und tue es noch heute. Schützen sorgen für Sicherheit und Stabilität. Die Armeeführung könne daher auf die Schützen zählen – und darauf dürfe man stolz sein, so Caduff. Schiessen und Tradition seien starke Zeichen des Verbandes, sagte der Divisionär in seinem Grusswort. 

Der Schiesstradition Sorge tragen 

Unter den Festrednern war auch Martin Bühler, Leiter des Amts für Militär und Zivilschutz. Er sagte, er verstehe die angespannte Situation wegen Covid-19 auch bei den Schützinnen und Schützen. Zusammenstehen, Disziplin und einen guten Umgang brauche es weiterhin. Das Schiessen und auch der Verband tragen viel zu den gemeinschaftlichen Werten bei, sagte Bühler. Er meinte, dass man auch in Zukunft der Schiesstradition Sorge tragen solle. Bernhard Lampert, bis vor kurzem noch Zentralpräsident des Verbands Schweizerischer Schützenveteranen, ist der Überzeugung, auch nach 100 Jahren des Bündner Schützen-Veteranen-Verbands blieben Ziel und Zweck immer noch bestehen. «Tradition ist nicht die Aufbewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers», so Lampert. Kameradschaft, Geselligkeit und Freiheit gehören zum Schiesssport, und tragen viel dazu bei, diese Tradition weiter zu führen, sagte Katharina Hausmann, welche die Gemeinde Igis-Landquart an den Feierlichkeiten des Verbands vertrat. Dank dem Schiessen werden Tradition und Sicherheit mehr wahrgenommen. 

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