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Auch Hauke und Denifl wegen Sportbetrug angeklagt

Sieben Monate nach der Doping-Razzia bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld erhebt die Staatsanwaltschaft Innsbruck auch Anklage gegen den Langläufer Max Hauke und den Radsportler Stefan Denifl.

Agentur
sda
Montag, 23. September 2019, 12:21 Uhr Allgemeines
Gegen den Radfahrer Stefan Denifl wird wegen Dopings Anklage erhoben
Gegen den Radfahrer Stefan Denifl wird wegen Dopings Anklage erhoben
KEYSTONE/EPA EFE/JAVIER LIZON

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wirft sie Denifl gewerbsmässig schweren Sportbetrug vor. Der Tiroler habe beginnend im Jahr 2014 und bis zur Beendigung seiner Karriere Ende 2018 Blutdoping praktiziert und Wachstumshormone genommen. Denifl habe in dieser Zeit von getäuschten Geldgebern mehr als 500'000 Euro erhalten. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

Dem früheren Langläufer Hauke wird vorgeworfen, dass er sich beginnend mit der Saison 2015/2016 von einem deutschen Sportmediziner beim Eigenblutdoping betreuen liess und darüber hinaus Wachstumshormone zu sich genommen hat. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Hauke war bei der Razzia Ende Februar in Seefeld auf frischer Tat beim Eigenblutdoping erwischt worden, Denifl legte bereits ein umfassendes Geständnis ab. Sowohl Denifl als auch Hauke wurden von der österreichischen Anti-Doping-Rechtskommission für je vier Jahre gesperrt.

Während der Nordischen Ski-WM in Innsbruck und Seefeld hatten österreichische und deutsche Behörden Razzien durchgeführt, unter anderem auch bei einem deutschen Sportarzt in Erfurt. Er gilt als mutmasslicher Drahtzieher eines vermuteten internationalen Netzwerkes und sitzt in München in Untersuchungshaft. Bisher sind in dem Blutdoping-Skandal Namen von 21 Sportlern aus acht Ländern und fünf Sportarten bekannt. Letzte Woche hatte die Staatsanwaltschaft schon die Anklage gegen Radprofi Georg Preidler bekannt gemacht.

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