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Kuhn liebäugelt mit einer EM-Medaille

Mit Marcel Wildhaber (Elite), Kevin Kuhn (U23) und Dario Lillo (U19) stammen drei Fahrer des Schweizer Aufgebots für die Radquer-Europameisterschaften im holländischen 's-Hertogenbosch aus dem VC Eschenbach. Kuhn hat die besten Erfolgsaussichten.

Linth-Zeitung
01.11.18 - 08:30 Uhr
Sport
Will an der Radquer-EM vorne mitfahren: Kevin Kuhn vom VC Eschenbach. Bild radsportphoto.net
Will an der Radquer-EM vorne mitfahren: Kevin Kuhn vom VC Eschenbach. Bild radsportphoto.net
radsportphoto.net

Dario Lillo kommt am Sonntag, 4. November, zu seiner Premiere an internationalen Titelkämpfen in der Sparte Radquer. Der 16-Jährige weiss deshalb nicht genau, was er erwarten soll. «Ich bin ja auch erst einmal im Weltcup gefahren», fügt der Eschenbacher, der im zweiten Lehrjahr als Konstrukteur steht, an. Vor knapp zwei Wochen in Bern war das. Und er schlug sich gut, erreichte Rang 27 im Feld der 43 Fahrer und war damit zweitbester Schweizer Junior hinter Lars Sommer (9.).

Dies war umso erstaunlicher, als sich Lillo im Sommer an den Mountainbike-Europameisterschaften in der Disziplin Cross-Country das Schlüsselbein gebrochen hatte und deshalb fast einen Monat pausieren musste. «Ich wurde von einem Konkurrenten abgeschossen», schildert der Fahrer des VC Eschenbach. Dies sei umso ärgerlicher gewesen, als er super im Rennen gelegen habe. «Ich war Zweiter», so Lillo, der 2016 an der Junioren-EM Zweiter geworden war. In seinem ersten Einsatz an einer Radquer-EM von einer Medaille zu träumen, wäre vermessen. Lillo liebäugelt mit einem Vorstoss in die Top 20: «Das wäre perfekt. Aber schon dafür muss alles zusammenpassen.»

Auch Wildhaber strebt Top 20 an

Ziemlich ähnlich gestaltet sich die sportliche Ausgangslage bei Marcel Wildhaber, wobei dieser mit seinen 33 Jahren natürlich über ungleich mehr Erfahrung verfügt. Auch er setzt sich die Top 20 zum Ziel und sagt, dass dazu im stark besetzten Feld eine Topleistung nötig sein wird. An der vergangenen EM im tschechischen Tabor fuhr Wildhaber auf Rang 27. Sein Bestresultat an Kontinentaltitelkämpfen stellt Platz 8 im französischen Pont-Château im Jahr 2016 dar.

Wie gut seine Form aktuell ist, kann Wildhaber nicht genau abschätzen. «Der Saisonstart war nicht so gut, aber beim Weltcup in Bern konnte ich mich massiv steigern», erklärt er, der in der Bundeshauptstadt Rang 22 herausfuhr. Letzten Sonntag beim internationalen Radquer in Steinmaur wurde er Sechster. «Es wäre mehr möglich gewesen, doch in einem Schlammrennen kann immer alles passieren», so Wildhaber.

Die Strecke dürfte passen

In ‘s-Hertogenbosch hätten sie wohl nichts Derartiges zu befürchten, sagt Kevin Kuhn, der dritte EM-Teilnehmer des VC Eschenbach. «Laut Prognose soll es trocken sein.» Dies bedeute, dass es ein schnelles Rennen geben werde. Die Strecke kennt Kuhn wie Teamkollege Lillo und im Gegensatz zu Wildhaber nur von Fotos und Videos. «Ich denke, sie ist ähnlich wie jene in Bern – und daher nicht so schlecht für mich», schätzt der 20-Jährige, der zum dritten Mal eine Radquer-EM in der U23-Kategorie bestreitet.

2016 erreichte Kuhn Platz 23, 2017 Rang 20. Heuer möchte er deutlich weiter nach vorne. «Beim Weltcup in Bern wurde ich Sechster. Und da war das Feld praktisch dasselbe wie nun an der EM», begründet er. Liegt sogar eine Medaille im Bereich des Möglichen? «Um aufs Podest zu fahren, müsste ich sehr, sehr gut sein. Doch unmöglich ist es nicht», sagt Kuhn. In Bern fehlten ihm nach knapp 50-minütiger Renndauer lediglich 23 Sekunden zu Rang 3 – und deren 55 auf den Sieger.

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