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Schwester Veronika: «Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen»

Sie führte ein ganz normales Leben, studierte Kunstgeschichte und träumte von einem Mann und Familie: Veronika Ebnöther. Und dann – wie ein Blitz aus heiterem Himmel – der Entschluss: Ich werde Nonne. Von einem Tag auf den anderen. Ein 20-Räppler war es schliesslich, der ihr die finale Entscheidung abnahm, ob sie in ein Kloster gehen oder als «geweihte Jungfrau» ausserhalb der Klostermauern die Zweisamkeit mit Gott suchen soll. Der Entscheid fiel auf Letzteres. Seither lebt sie als «Freelance-Nonne» – wie sich selber nennt – in einer Wohnung in Domat/Ems und verdient sich ihren Lebensunterhalt als Gefängnis-Seelsorgerin in den Justizvollzugsanstalten Cazis Tignez und Realta. Im Gespräch mit RSO-Moderator Christoph Benz blickt sie zurück auf ihren Weg zur Nonne, erzählt wie es ist, zölibatär zu leben und gibt einen Einblick in den nicht immer einfachen Alltag im Gefängnis

Christoph Benz

20.12.22 - 07:08 Uhr
Aus dem Leben
Bild Livia Mauerhofer