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White Turf in St. Moritz: Dolomit triumphiert am ersten Renntag vor rund 10 000 Fans

Der Deutsche Gast Dolomit gewann unter Sibylle Vogt das Hauptereignis des ersten Tages des White Turf auf dem gefrorenen St. Moritzer See.

Agentur
sda
05.02.24 - 15:04 Uhr
Regionalsport
Grosser Anklang: 10 000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgen die Rennen in St. Moritz.
Grosser Anklang: 10 000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgen die Rennen in St. Moritz.
Bild White Turf

10 000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten am ersten Tag des White Turf bei warmen Temperaturen in St. Moritz die sechs Pferderennen auf dem gefrorenen St. Moritzer See. Die Wärme war eine Herausforderung für die Veranstalter, denn im Zuschauerbereich bildeten sich grosse Lachen und eine Tribüne musste nach der Hälfte der Veranstaltung geschlossen werden. Die Rennbahn hingegen befand sich in erstaunlich gutem Zustand, einzig ein kleiner Bereich in der Zielgeraden musste sicherheitshalber ausgesteckt werden.

Wer schon nach dem Start an vorderster Front dabei war hatte an diesem Tag gute Chancen auf einen Spitzenplatz, so auch Dolomit im Hauptereignis.

Sibylle Vogt, die Aargauerin, welche seit einigen Jahren in Deutschland arbeitet und bei Championtrainer Peter Schiergen in Köln angestellt ist, beorderte im GP Casino St. Moritz, der mit 20'000 Franken dotiert war, den Schiergen-Schützling Dolomit in den Farben des Murezzan Racing Stable schon früh an die Spitze und kontrollierte von dort aus das Geschehen gekonnt.

Zwar griff der Mitfavorit Queroyal unter Clément Lheureux den Animatoren im Einlauf an, doch dieser wehrte sich und rettete eine knappe Länge ins Ziel. Der fünfjährige Schimmel zeigte eine völlig andere Leistung als im September in Dielsdorf im Grand Prix Jockey Club, als er gegen teilweise die selben Gegner keine Chance hatte. Hinter Queroyal wurde der Schweizer Debütant Zandjan Dritter.

Tapeten Toni von der Spitze aus

Zum Sprint-Rennen trat Stall Bärtschis Identified, ein ausgesprochener Schneespezialist, als Favorit an, doch er kam verspätet aus der Startboxe und hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Sein Stallgefährte Tapeten Toni sprang in die Bresche und gewann unter Sibylle Vogt leicht vor dem ungarischen Gast Surprise of Easter sowie The Iconist. Tapeten Toni wird in Dielsdorf von Karin Suter-Weber trainiert.

Mit Nick Cassedy gewann zum Abschluss ein Pferd, welches sich auf Schnee besonders wohl fühlt. Unter Debby Eberle gewann der Vertreter des Stalles Tell überlegen vor seinem Trainingsgefährten Friendly Face und vor Fleur d’Ipanema. Die beiden erstplatzierten werden von Miroslav Weiss trainiert.

Ulster um UBS Skijöring von der Spitze aus

Der Schimmel Ulster mit der bisher zweifachen Königin des Engadins Valeria Schiergen – so wird der Gesamtsieger der über drei Sonntage dauernden Skiköring-Trophy genannt – hatte aus der innersten Startboxe eine ausgezeichnete Ausgangslage, welche er souverän nutzte. Er übernahm sofort das Kommando und Valeria Schiergen verstand es, das Tempo richtig einzuteilen, um bis ins Ziel ihren hartnäckigsten Gegner Atlantico in Schach zu halten. Fou de Rêve der langsam gestartet war machte in der letzten Gegnseite viel Boden gut und wurde Dritter. Ulster wurde von der Championtrainerin Claudia Erni vorbereitet und steht im Besitze von Laetitia Domenig.

Fourteenth of July bleib auf Schnee ungeschlagen

Hedy Schlatters Fortheens of July, der neu von Ursula Herren trainiert wird übernahm mit Altmeister Jean-Bernhard Matthey in dem mit Kufen versehenen Sulky im besseren der beiden Trabrennen sofort resolut die Führung, setzte sich sogleich mit mehreren Längen von seinen Konkurrenten ab und dominierte diese bis zum Schluss nach Belieben. Mit über 10 Längen Vorsprung realisierte er seinen vierten Sieg in St. Moritz, bei ebenso vielen Starts. Domingo Bello schnappte Diamant de Beylev im letzten Moment das zweite Geld weg.

Auch im zweiten Trabrennen konnten sich Jean-Bernard Matthey, Hedy Schlatter und Ursula Herren an die Siegerehrung begeben, denn sie gewannen auch mit Emir des Forges. Diesmal wandte Matthey eine andere Taktik an, er griff den führenden Classic Chrono, welcher nach über zwei Jahren auf die Rennbahn zurückkehrte, im letzten Bogen an und verwies diesen nach spannendem Endkampf auf den Ehrenplatz.

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