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14. Weltcupsieg für Bündner Skicrosser: Alex Fiva am Ort des Leidens zurück auf Platz 1

Nach fast auf den Tag genau drei Jahren feiert der Schweizer Skicrosser Alex Fiva seinen ersten Sieg im Weltcup. Ausgerechnet in Val Thorens, wo seine Karriere vor zwei Jahren auf die Probe gestellt wurde.

Südostschweiz
13.12.24 - 16:19 Uhr
Regionalsport
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Jubel im Ziel: Alex Fiva freut sich über Platz 2.
Bild Mayk Wendt / Keystone

Alex Fiva erlebte in Val Thorens einmal mehr die gesamte Bandbreite an Emotionen. Noch am Donnerstag war der Bündner beim Saisonauftakt in den französischen Alpen zum Zuschauen verdammt, nachdem er tags zuvor mit einem Ausfall in der Qualifikation einen herben Dämpfer erlebt hatte. Ausgerechnet jetzt, wo sein Körper so bereit ist wie seit langem nicht mehr und er in den Trainingsläufen für seine Verhältnisse ungewöhnlich schnell unterwegs war.

Im zweiten Rennen konnte Fiva am Freitag die starken Eindrücke aus der Saisonvorbereitung jedoch eindrücklich bestätigen. Der 39-jährige Routinier kam hervorragend mit den schwierigen Bedingungen zurecht und siegte auf der wegen Wind verkürzten Strecke sowohl in seinem Achtel-, als auch im Viertel- und Halbfinal souverän.

Doch im Final schien der Olympia-Zweite von 2022 bereits geschlagen, ehe sich die Führenden Adam Kappacher und Kevin Drury in die Quere kamen. Fiva überholte erst den Kanadier Drury und setzte sich schliesslich im Fotofinish zeitgleich mit dem Österreicher Kappacher durch. Für Kappacher war es der erste Sieg im Weltcup, für Fiva Nummer 14 in seiner 17. Saison auf höchster Stufe.

Harte Monate nach Kreuzbandriss

Letztmals hatte Fiva vor drei Jahren und einem Tag ebenfalls in Val Thorens triumphiert; damals als amtierender Weltmeister. Doch seine Rückkehr in die französische Skistation verlief für Fiva ein Jahr später schmerzhaft. Bei einem Sturz im Viertelfinal erlitt der Schweizer einen Kreuzbandriss und kehrte nach einer Verletzungspause erst zwölf Monate später - und am gleichen Ort - wieder in den Weltcup zurück. Nachdem er in der letzten Saison als regelmässiger Podestfahrer (3x Zweiter, 2x Dritter) lange um den Sieg im Gesamtweltcup hatte mitmischen können, gelang Fiva mit dem geteilten Sieg nun die vorläufige Krönung seines Comebacks.

Alex Fiva: ein Weltmeister im unfreiwilligen Vaterschaftsurlaub

Weiter geht es für den Bündner kommende Woche mit dem Heim-Weltcup in Arosa, wo er vor genau zehn Jahren als Sieger hervorging. Sein grosses Ziel in dieser Saison bleibt die Heim-WM im März in St. Moritz.

Fivas Teamkollegen reisen ohne Erfolgserlebnis zurück in die Schweiz. Sie schieden am Freitag allesamt vorzeitig aus. Marc Bischofberger kam nicht über die Viertelfinals hinaus, Romain Détraz und Tobias Baur scheiterten in den Achtelfinals. Ryan Regez war bereits in der Qualifikation hängengeblieben.

Fanny Smith im kleinen Final

Die Frauen konnten nicht an ihre Leistungen vom Vortag anknüpfen. Fanny Smith, am Donnerstag noch auf Platz 2, schied in den Halbfinals aus und wurde Sechste. Talina Gantenbein musste 24 Stunden nach ihrem 4. Rang im Viertelfinal die Segel streichen, wie Saskja Lack.

Es siegte die Kanadierin India Sherret vor der Deutschen Daniela Maier und Sherrets Landsfrau Marielle Thompson, der Siegerin am Vortag. Die grosse Favoritin Sandra Näslund aus Schweden verzichtete nach ihrem Sturz am Donnerstag auf einen Start.

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