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Swiss Seniors Open: In Bad Ragaz steht viel Golfprominenz am Abschlag

60 Profigolfer spielen am Swiss Seniors Open um 300’000 Euro Preisgeld. Darunter sind der Titelverteidiger Adilson Da Silva und André Bossert, der einzige Schweizer. Auch ein früherer US-Open-Sieger ist dabei.

Südostschweiz
09.07.24 - 11:38 Uhr
Regionalsport
Sieger im Vorjahr: Der Brasilianer Adilson Da Silva tritt in Bad Ragaz zur Titelverteidigung an.
Sieger im Vorjahr: Der Brasilianer Adilson Da Silva tritt in Bad Ragaz zur Titelverteidigung an.
Bild Urs Bucher / Swiss Seniors Open

Vom Freitag bis Sonntag gehen beim grössten Golfturnier der Deutschschweiz 60 Profigolfer, die über 50 Jahre alt sind und in ihrer langen Karriere grosse Erfolge feierten, auf dem Championship Course des Golf Club Bad Ragaz an den Start. Einer von ihnen ist der Lokalmatador und Turnierbotschafter André Bossert. Der Zürcher, der im November seinen 60. Geburtstag feiert, erreichte im vergangenen Jahr mit Rang 4 sein bislang bestes Resultat am Heimturnier. Er werde «ohne Erwartungen», aber wie immer bestens vorbereitet nach Bad Ragaz kommen, wird er in der Medienmitteilung des Veranstalters zitiert. «Ich freue mich riesig auf mein Heimturnier und habe hart gearbeitet, um dem Publikum eine gute Vorstellung bieten zu können.»

Heimspiel: André Bossert nimmt in Bad Ragaz Mass.
Heimspiel: André Bossert nimmt in Bad Ragaz Mass.
Bild Urs Bucher / Swiss Seniors Open

Die beiden Dominatoren der Tour 2023 sind am Start

Das Swiss Seniors Open, das seit 1997 ausgetragen wird, ist traditionell stark besetzt. Angeführt wird das Teilnehmerfeld in diesem Jahr vom Titelverteidiger Adilson Da Silva. Der Brasilianer triumphierte 2023 nicht nur in Bad Ragaz, er gewann auf der Tour drei weitere Turniere und kämpfte bis zum Tourfinale auf Mauritius um die John Jacobs Trophy, die es für den Besten in der Order of Merit gibt. Da Silva reist mit hohen Erwartungen in die Schweiz: «Ich freue mich darauf, wieder nach Bad Ragaz zu kommen. Es wäre etwas ganz Besonderes, den Titel erfolgreich zu verteidigen.» Seine gute Form stellte der Südamerikaner im Juni bei der Irish Legends unter Beweis, als er sich seinen ersten Saisonsieg 2024 sicherte.

Da Silvas auf dem Papier «stärkste Gegner» dürfte Peter Baker sein, der kürzlich die US Senior Open auf Rang elf beendete. Der Engländer feierte 2023 ebenfalls vier Turniersiege und sicherte sich am Ende der Saison die John Jacobs Trophy. «Ich bin stolz, die Order of Merit gewonnen zu haben», sagt Baker. In Bad Ragaz war er bislang vier Mal am Start. 2019 belegte er mit zwei Schlägen Rückstand auf José Coceres den 2. Platz. Seine Erwartungen für diese Woche? «Als Tour Professional reist man zu jedem Turnier mit der Hoffnung, eine Chance auf den Sieg zu haben. Ich möchte in Bad Ragaz definitiv auch einmal gewinnen.» Ein Sieg ist ihm in diesem Jahr auf der Legends Tour bereits gelungen – auf Barbados.

Amtierender Sieger der Order of Merit: Ein Sieg in Bad Ragaz fehlt Peter Baker noch.
Amtierender Sieger der Order of Merit: Ein Sieg in Bad Ragaz fehlt Peter Baker noch.
Pressebild Swiss Seniors Open

Der Prominenteste kommt aus Neuseeland

Die beiden Dominatoren des Vorjahres sehen sich am Swiss Seniors Open starker Konkurrenz gegenüber. Neun aus den Top 10 der Jahreswertung 2023 sind gemeldet. Neben Baker und Da Silva sind dies James Kingston (Südafrika, Swiss Seniors Open Champion 2022), Patrik Sjöland (Schweden), Phillip Archer (England), Michael Jonzon (Schweden), Greig Hutcheon (Schottland), Joakim Haeggman (Schweden) und Phillip Price (Wales, dreimal Zweiter in Bad Ragaz).

Immer für einen Sieg gut ist auch der Neuseeländer Michael Campbell. 2005 gewann er die US Open und katapultierte sich damit in den Olymp der Golfszene. Mittlerweile ist Campbell 55-jährig. Vor zwei Jahren war er erstmals in Bad Ragaz zu Gast. Den geteilten 24. Rang von damals will er bei seinem zweiten Auftritt in der Ostschweiz auf jeden Fall toppen.

Topstar aus Neuseeland: Der frühere US-Open-Sieger Michael Campbell spielt zum zweiten Mal in Bad Ragaz.
Topstar aus Neuseeland: Der frühere US-Open-Sieger Michael Campbell spielt zum zweiten Mal in Bad Ragaz.
Pressebild Swiss Seniors Open

Auf der Legends Tour immer im Auge behalten sollte man die «Jungen» – die unlängst 50 Jahre alt gewordenen Profis, die erfolgshungrig auf die Tour kommen. Mit Mikael Lundberg (Schweden), Peter Lawrie (Irland), Raphaël Jacquelin (Frankreich) und Scott Drummond (Schottland) geben vier Spieler ihr Bad-Ragaz-Debüt.

Drei Runden um den Sieg

Ein Qualitätsmerkmal der Swiss Seniors Open ist auch die Anzahl ehemaliger Ryder-Cup-Spieler im Teilnehmerfeld. In diesem Jahr sind neun Golflegenden gemeldet, die Europa im Ryder Cup vertreten haben: Thomas Levet (Frankreich, 2004), Phillip Price (Wales, 2002), Niclas Fasth (Schweden, 2002), Jarmo Sandelin (Schweden, 1999), Costantino Rocca (Italien, 1997, 1995 und 1993), David Gilford (England, 1995 und 1991), Peter Baker (England 1993), Joakim Haeggman (Schweden, 1993) und Steven Richardson (England 1991).

Das Swiss Seniors Open 2024 wird erneut im beliebten Pro-Am-Format ausgetragen: An den ersten beiden Tagen (Freitag/Samstag) bilden je ein Tour Professional und eine Amateurin respektive ein Amateur ein Team. Der bessere Nettoscore pro Loch zählt für die Teamwertung; zusätzlich gibt es eine Wertung für die Professionals, die am Sonntag in der Finalrunde um den Sieg und das Preisgeld kämpfen.

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