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Verteidiger im Interlakner Mordprozess verlangt mehr Zeugen

Vor dem Regionalgericht in Thun hat am Montagmorgen der Interlakner Mordprozess mit zahlreichen Vorfragen begonnen. Der Verteidiger verlangte unter anderem die Einvernahme zahlreicher weiterer Zeugen.

Agentur
sda
05.12.22 - 09:24 Uhr
Polizeimeldungen
Das Regionalgericht in Thun. (Archivbild)
Das Regionalgericht in Thun. (Archivbild)
KEYSTONE/ANTHONY ANEX

In seinen Ausführungen deutete der Verteidiger an, es gebe Zeugen, die von personalrechtlichen Streitigkeiten im Restaurant des getöteten Wirts wüssten. Sie könnten bestätigen, dass im Restaurant «merkwürdige Typen» aufgetaucht seien, wohl um Lohnforderungen einzutreiben.

Ausserdem sollten unter anderem der Sohn, der Hausarzt und Nachbarn der Angeklagten als Zeugen befragt werden.

Die Staatsanwältin verlangte die Abweisung der Anträge, worauf die Angeklagte lautstark und impulsiv heftige Kritik äusserte und vom Gerichtspräsidenten zur Räson gebracht werden musste.

Das Gericht wird nun über die Vorfragen und Anträge befinden. Der Verteidiger verlangte, dass das Gericht seinen Entscheid Punkt für Punkt begründe.

Bei der Angeklagten handelt es sich um eine Profi-Boxerin. Sie soll im Oktober 2020 ihren Ehemann, einen Interlakner Wirt, mit einem Baseballschläger erschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Mord, allenfalls vorsätzliche Tötung vor. Die Frau bestreitet dies.

Der Prozess vor dem erstinstanzlichen Regionalgericht in Thun ist auf mehrere Tage angesetzt. Das Urteil wird am 9. Dezember verkündet.

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