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Kein freies Geleit für Vater von angeblich entführten Zwillingen

Die Neuenburger Staatsanwaltschaft will dem Vater der Mitte Oktober in La Chaux-de-Fonds NE angeblich entführten Zwillinge kein freies Geleit geben. Sie begründete ihren Entscheid mit der Gefahr eines Rückfalls und stellte ein Rechtshilfeersuchen an Spanien.

Agentur
sda
01.11.22 - 10:35 Uhr
Blaulicht
Die Frage des Sorgerechts werde nun von den Vormundschaftsbehörden geprüft, sagte der Neuenburger Generalstaatsanwalt Pierre Aubert. (Archiv)
Die Frage des Sorgerechts werde nun von den Vormundschaftsbehörden geprüft, sagte der Neuenburger Generalstaatsanwalt Pierre Aubert. (Archiv)
KEYSTONE/JEAN-GUY PYTHON

Gegen den Vater besteht weiterhin ein internationaler Haftbefehl. Seine Reise nach La Chaux-de-Fonds sei minutiös vorbereitet worden «und nicht wirklich mit einer einfachen Ausübung des Besuchsrechts vereinbar», sagte Generalstaatsanwalt Pierre Aubert an einer Medienkonferenz am Dienstag in Neuenburg. Die Frage des Sorgerechts werde nun von den Vormundschaftsbehörden geprüft.

Ferner ist die zuständige Staatsanwältin Sarah Weingart der Ansicht, dass die mutmasslichen Verletzungen der Grossmutter, die ausgesagte hatte, geknebelt und gefesselt worden zu sein, glaubwürdig sind. Der Vater der Zwillinge hat die Entführung und Gewaltanwendung stets bestritten.

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