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Berner Rocker-Prozess: Polizei gibt Strassen wieder frei

Vor dem Berner Amtshaus, wo der Prozess um gewalttätige Auseinandersetzungen von 2019 zwischen verfeindeten Motorrad-Clubs über die Bühne geht, hat sich am Montagmittag die Situation beruhigt. Die Polizei gab die am Morgen gesperrten Strassen wieder frei.

Agentur
sda
30.05.22 - 14:17 Uhr
Blaulicht
Das Berner Amtshaus, wo der Prozess gegen die Mitglieder von Motorrad-Clubs über die Bühne geht. (Archivbild)
Das Berner Amtshaus, wo der Prozess gegen die Mitglieder von Motorrad-Clubs über die Bühne geht. (Archivbild)
KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Wie Berns Städtische Verkehrsbetriebe Bernmobil am Mittag meldeten, wurden auch mehrere Haltestellen des öffentlichen Verkehrs ab Mittag wieder bedient. Laut einer Twitter-Nachricht der Berner Kantonspolizei hat diese keine Kenntnis von verletzten Personen.

Eine Mediensprecherin der Berner Kantonspolizei sagte am Mittag auf Anfrage, es seien keine Personen angehalten worden.

Schon vor Beginn des Prozesses hatten sich vor dem Sitz des Regionalgerichts Bern-Mittelland Mitglieder von zwei Motorradclubs eingefunden. Die Polizei wies den beiden Gruppierungen je einen durch Gitter gebildete Sektor zu.

Nachdem es zu gegenseitigen Provokationen und Aggressionen gekommen war, setzte die Polizei Gummigeschosse, Pfefferspray und Diensthunde ein. Die Polizei verhinderte damit ein Aufeinandertreffen der «Hells Angels» und der «Bandidos». Zwischen den beiden Gruppierungen flogen auch Gegenstände, darunter vor allem Steine und Flaschen.

Kurz vor Mittag brach eine der beiden Gruppierungen in Richtung Berner Lorraine-Quartier auf, worauf es erneut zu Steinwürfen kam. Deshalb setzte die Polizei erneut Gummigeschosse und auch ihren Wasserwerfer ein. Danach beruhigte sich die Situation.

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