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Schwere Ausschreitungen beim Wiederaufstieg von Dynamo Dresden

Schwere Ausschreitungen beim Wiederaufstieg von Dynamo Dresden

Am Rande eines Heimspiels von Dynamo Dresden, mit dem der Fussballclub seinen Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga besiegelt hat, ist es in der sächsischen Landeshauptstadt zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Polizeimeldungen
In Dresden ist es am Sonntagabend nach einem Fussballspiel zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.
In Dresden ist es am Sonntagabend nach einem Fussballspiel zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.
KEYSTONE/dpa-Zentralbild/Robert Michael

Mindestens 500 Randalierer attackierten am Sonntag im Umfeld des Rudolf-Harbig-Stadions die Polizei massiv mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen, wie die Polizeidirektion Dresden mitteilte. Auch Medienvertreter wurden attackiert. Die Polizei setzte Reizstoffe und Wasserwerfer gegen die Randalierer ein.

Elf Polizisten wurden laut den Angaben verletzt und mindestens 30 Menschen festgenommen. Bis zum Abend wurden 17 Ermittlungsverfahren anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstosses gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

«Es ist bedauerlich, dass der sportliche Erfolg von Dynamo Dresden von diesen bestürzenden Bildern überschattet wird», erklärte Polizeipräsident Jörg Kubiessa. Dynamo Dresden hatte mit einem 4:0 gegen Türkgücü München die Rückkehr in die zweite Fussball-Bundesliga perfekt gemacht.

In den Onlinenetzwerken hatte es Aufrufe gegeben, am Stadion den Wiederaufstieg von Dynamo Dresden zu feiern. Mehr als 4000 Menschen fanden sich nach Angaben der Polizei nahe des Stadions ein. Dabei sei wiederholt Pyrotechnik abgebrannt worden. Den Aufforderungen der Polizei, den Bereich zu verlassen, sei die Menge nicht gefolgt.

Nachdem plötzlich Polizisten und deren Fahrzeuge mit Pyrotechnik beworfen wurden, eskalierte den Angaben zufolge die Situation. Die Angreifer hätten auch versucht, die Polizeiabsperrung in Richtung Stadion zu durchbrechen. Rund 1100 Beamte waren laut Mitteilung der Polizei im Einsatz.

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