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Mann mit Stichwaffe verletzt - Täter verschanzt sich auf Dach

Ein 37-jähriger Algerier hat am Samstag in Frauenfeld TG während fast sieben Stunden die Sicherheitskräfte in Atem gehalten. Er hatte sich auf dem Dach einer Liegenschaft verschanzt, nachdem er zuvor einen 30-jährigen Schweizer verletzt hatte.

Agentur
sda
Sonntag, 06. September 2020, 10:22 Uhr Frauenfeld TG
Die Polizei rückte mit einem Grossaufgebot aus, nachdem sich ein Mann auf dem Dach einer Liegenschaft in Frauenfeld verschanzt hatte. Zuvor hatte er im Gebäude einen Mann mit einer Stichwaffe verletzt. (Symbolbild)
Die Polizei rückte mit einem Grossaufgebot aus, nachdem sich ein Mann auf dem Dach einer Liegenschaft in Frauenfeld verschanzt hatte. Zuvor hatte er im Gebäude einen Mann mit einer Stichwaffe verletzt. (Symbolbild)
KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Kurz nach 06.30 Uhr sei es in einer Liegenschaft in Frauenfeld zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen, teilte die Thurgauer Kantonspolizei mit. Gemäss ersten Ermittlungen der Polizei wurde dabei ein 30-jähriger Schweizer mit einer Stichwaffe mittelschwer verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

Auch ein zweiter 37-jähriger Mann sei leicht verletzt worden. Die näheren Umstände, wo und wie er sich die Verletzungen zugezogen hatte, waren zunächst nicht bekannt und bildeten Gegenstand der weiteren Abklärungen.

Noch vor dem Eintreffen der Polizeipatrouillen hatte sich der Täter auf dem Dach der Liegenschaft verschanzt, wie die Polizei weiter schreibt. Der Ort wurde in der Folge weiträumig abgeriegelt. Spezialisten der Thurgauer Kantonspolizei hätten mit dem Täter Kontakt aufnehmen können.

Kurz vor 13.30 Uhr sei es den Polizisten gelungen, den Täter zur Aufgabe zu bewegen. Der 37-jährige Algerier habe sich in der Folge von den Einsatzkräften widerstandslos festnehmen lassen.

Die genauen Hintergründe der Tat waren am Sonntag nach wie vor nicht bekannt. Die Kantonspolizei Thurgau war am Samstag zusammen mit der Feuerwehr Frauenfeld und dem Rettungsdienst mit einem Grossaufgebot vor Ort im Einsatz. Der Bereich um die Liegenschaft musste für mehrere Stunden grossräumig abgesperrt werden.

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