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Einsatz an der Grenze in Corona-Zeiten

Die Kantonspolizei Graubünden unterstützt seit Beginn des Shutdowns die Eidgenössische Zollverwaltung an der Grenze. Im Einsatz ist auch der Polizist Marc Obrist mit seinem Polizeihund Akira. Er berichtet von seinen Erlebnissen.

Südostschweiz
Montag, 18. Mai 2020, 12:41 Uhr Kantonspolizei an Landesgrenzen
Marc Obrist freue sich jeweils auf die Einsätze mit seinem Polizeihund Akira.
KANTONSPOLIZEI GRAUBÜNDEN

Die Kantonspolizei Graubünden hilft der Eidgenössischen Zollverwaltung seit einigen Wochen bei den Kontrollen an der Landesgrenze zu Italien. Bisher leisteten Polizistinnen und Polizisten aus der Region Mittelbünden über 200 Arbeitstage an der Grenze, wie es in einer Mitteilung der Kantonspolizei heisst. Hauptsächlich werde der Einreisevekehr in Castasegna, Campocologno, Müstair und Martina kontrolliert. Die Präsenz der Zollbehörden und Polizei sei während der Coronakrise in allen Südtälern verstärkt worden.

 

Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Graubünden unterstützen die Eidgenössiche Zollverwaltung bei Kontrollen.
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Verständnis auf der Gegenseite

Einer, der die Situation an der Grenze hautnah miterlebte, ist Marc Obrist, normalerweise stationiert auf dem Polizeiposten Tiefencastel. Er leistete zusammen mit seinem Polizeihund Akira drei Einsätze am Grenzübergang Castasegna. «Es gab einige enttäuschte Gesichter, wenn wir Personen aus Italien, die ihre Freunde in Graubünden treffen wollten, wieder zurückschicken mussten», erklärt Obrist und fügt hinzu: «Aber nach einem Gespräch über die Situation, ist unsere Tätigkeit immer auf Verständnis gestossen.» Generell habe er sich auf die achtstündigen Einsätze gefreut, auch wenn er jeweils mitten in der Nacht von Zuhause aufbrechen musste.

Für weitere Einsätze bereit

Gemäss Kantonspolizei Graubünden ist die Mithilfe an den Grenzen auf ein Gesuch der Eidgenössischen Zollverwaltung zurückzuführen. Solche Anträge zur Unterstützung bei der Durchsetzung der Covid-19-Verordnung könnten auch Bündner Gemeinden stellen. Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Graubünden würden dann die Schutzkonzepte von Betrieben oder Schulen kontrollieren und diese beraten. (paa)

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