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Polizei setzt häufiger Elektroschocker ein als in den Jahren zuvor

Das Schweizer Polizeikorps verzeichnet einen starken Anstieg der Taser-Einsätze: 2019 wurden die Elektroimpulspistolen 73 Mal eingesetzt, im Jahr zuvor waren diese Geräte 45 mal benutzt worden.

Agentur
sda
Donnerstag, 07. Mai 2020, 12:11 Uhr Bern
Die Schweizer Polizeikorps haben im vergangenen Jahr insgesamt 15 Schusswaffeneinsätze gemeldet. (Symbolbild)
Die Schweizer Polizeikorps haben im vergangenen Jahr insgesamt 15 Schusswaffeneinsätze gemeldet. (Symbolbild)
KEYSTONE/MARCEL BIERI

In über zwei Dritteln der Fälle standen die Betroffenen unter dem Einfluss von Alkohol und/oder Drogen und in über 45 Prozent der Fälle waren die Personen bewaffnet, wie die Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten (KKPKS) am Donnerstag mitteilte.

Die gestiegene Zahl der Einsätze mit Elektroimpulspistole dürfte einerseits mit zunehmenden Verbreitung in den Korps zusammenhängen. Andererseits weisen die gestiegenen Zahlen im Bereich der Gewaltstraftaten sowie der Drohung und Gewalt gegen Beamte in der kürzlich veröffentlichte Kriminalstatistik auf ein gestiegenes Gewaltpotenzial hin, wie es weiter heisst. Der Einsatz der Elektroimpulspistole erfolgt laut KKPKS nicht leichtfertig und sei wie jedes Zwangsmittel an das Prinzip der Verhältnismässigkeit gebunden.

Im Weiteren wurden letztes Jahr insgesamt 15 Schusswaffeneinsätze verzeichnet. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um drei Einsätze an, die Zahl entspreche jedoch dem mehrjährigen Schnitt. Die Mehrzahl erfolgte im Rahmen der Gefahrenabwehr auf Tiere im Bereich von Strassen oder auf Fahrzeuge.

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