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Verstärkte Kontrollen mit 17 Beanstandungen

Die Kantonspolizei Graubünden hat Baustellen und Betriebe sowie Einkaufsgeschäfte im Zusammenhang mit der Einhaltung der COVID-19 -Verordnung kontrolliert. Dabei waren 17 Beanstandungen notwendig.

Südostschweiz
Samstag, 11. April 2020, 17:28 Uhr Ostertage
Auf der A13 Rothenbrunnen suchte die Kantonspolizei Graubünden das Gespräch mit Ausflüglerinnen und Ausflüglern.
KANTONSPOLIZEI GRAUBÜNDEN

Von Mittwoch bis Karfreitagabend legte die Kantonspolizei Graubünden den Fokus besonders auf Kontrollen. Dabei wurden 97 Baustellen und Betriebe, 94 Einkaufsgeschäfte sowie verschiedene Ausflugsziele kontrolliert. Wie die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung schreibt, waren 17 Beanstandungen notwendig. Vor allem betroffen waren Autowaschanlagen, die noch in Betrieb waren und geschlossen werden mussten. Die vorgeschriebenen Hygienemassnahmen und Abstandsregeln wurden sehr gut eingehalten, so die Kantonspolizei. 

Bei fünf Personen im Kurpark Davos musste die Polizei Bussen von je hundert Franken verteilen. Sie zeigten keine Einsicht, Distanz zu halten. 

Kantonspolizei appelliert zu Hause zu bleiben

Um neue Ansteckungsketten zu verhindern, bittet die Kantonspolizei auf unnötige Reisen und Ausflüge zu verzichten. Bei den Verkehrskontrollen am Gründonnerstag und Karfreitag wurden 1950 Fahrzeuge und 140 Motorradlenker kontrolliert. Entlang der A13, H28 und auf Passstrassen konnten einige dazu bewegt werden, die Reise abzubrechen und nach Hause umzukehren. 

Feuerverbot: Kontrolle über die Ostertage

Auf dem ganzen Kantonsgebiet gilt seit dem 25. März 2020 bis auf Widerruf ein generelles Feuerverbot. Davon ausgenommen ist der Siedlungsraum, sofern ein Waldabstand von 50 Metern eingehalten werden kann. Mit dem Feuerverbot wird das Risiko eines grossen Waldbrands minimiert. 

Über die Ostertage wird die Kantonspolizei Grillplätze, Spazierwege und Ausflugsziele kontrollieren. Dabei dürfen sie auf starke Unterstützung von Gemeinden und Feuerwehren zählen. Zudem stehen weitere private Sicherheitsfirmen im Einsatz, die für die Durchsetzung des Feuerverbotes sorgen. Die Bevölkerung hielt sich bis Karfreitag an das Feuerverbot, lediglich im Flimserwald mussten zwei Personen verzeigt werden, weil sie im offenen Wald eine selbsterstellte Grill-Feuerstelle betrieben.

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In Rothenbrunnen kontrolliert man die Autos, dafür fahren sie einfacher vermehrt über die Lenzerheide, so kann man locker die Kontrolle umgehen. Einfach Toll ob man aber so die Leute vom Fahren abhalten kann?
Warum kontrolliert man nicht am Anfang von Graubünden? Durch Parpan und Lenzerheide hatten wir eine Unmenge an Sportwagen und Töffs. Teilweise mit rücksichtslosen verhalten schließlich musste man die Umfahrung wieder Zeitlich bedingt korrigieren.

Was ist der Zweck dieser zum Teil unverhältnismässigen Massnahmen?
Geht es wirklich darum, Menschen vor einer Ansteckung zu schützen oder sollen damit die Wirtschaft und vor allem die KMU mit aller Gewalt in den Ruin getrieben werden?
Während die ganz Grossen über den Versandhandel enorme Gewinne verzeichnen, sollen sich die Kleinen mit Krediten über Wasser halten, welche - nach dem garantierten Eintritt der Rezession in den kommenden Monaten - kaum mehr zurückbezahlt werden können.
Geschirr und Küchenartikel dürfen bei den Grossverteilern problemlos über den Ladentisch gehen, während Gärtnereien der Verkauf von Setzlingen in Selbstbedienung verboten wird. Dazu kommen noch so unlogische Massnahmen wie die Schliessung von Waschanlagen. Ehrlich gesagt konnte ich noch nie beobachten, dass Autos von Menschengruppen gewaschen werden. In der Regel erledigt dies immer eine Einzelperson durch Trennwände von der Nachbarstation getrennt.
Wo bleiben die Politiker mit gesundem Menschenverstand, welche sich gegen solche grenzwertigen Einschränkungen der persönlichen Freiheit auflehnen?

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