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Dem Tötungsdrama von Courfaivre JU ging ein Kampf voraus

Beim Tatort des Tötungsdramas von Courfaivre JU, an dem am Montag die Leichen eines Ehepaars um die Vierzig entdeckt worden waren, sind Spuren eines Kampfs entdeckt worden. Dies gab die Staatsanwaltschaft des Kantons Jura am Freitag bekannt.

Agentur
sda
Freitag, 25. Oktober 2019, 17:23 Uhr Basel
Die Polizei fand das Auto des Verstorbenen mit den Jagdhunden und dessen Mobiltelefon. (Symbolbild)
Die Polizei fand das Auto des Verstorbenen mit den Jagdhunden und dessen Mobiltelefon. (Symbolbild)
Keystone/STEFAN MEYER

Die beiden Toten seien nackt und verwundet gewesen sowie an den Folgen einer Nackenverletzung gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Neben den Leichen wurden zwei Stichwaffen gefunden. An den Händen der Frau seien zudem Schnittwunden entdeckt worden, die auf Abwehrbewegungen schliessen lassen.

Im Haus der Toten wurde weiter ein Abschiedsbrief gefunden. Wer diesen verfasst habe, werde im Moment noch untersucht.

Die Staatsanwaltschaft veröffentlichte noch weitere Details des Tatablaufs: Am Morgen der Ereignisse habe der verstorbene Mann geplant, auf die Jagd zu gehen. Er habe um 7.30 Uhr nach seinen Jagdhunden gesehen und um 7.45 Uhr einem Jagdgefährten telefonisch mitgeteilt, dass er am Nachmittag zur Jagdgesellschaft stossen werden.

Die Polizei fand das Auto des Verstorbenen mit den Jagdhunden und dessen Mobiltelefon. Die Staatsanwaltschaft untersucht nun, warum der Mann nach Hause zurückkehrte, obwohl er Vorkehrungen getroffen hatte, um auf die Jagd zu gehen.

Anzeige wegen eines sexuellen Übergriffs

Bekanntgegeben wurde auch, dass die Frau wenige Tage vor ihrem gewaltsamen Tod ihren Ehemann wegen eines sexuellen Übergriffs angezeigt habe. Sie sei vom Mann festgehalten und mit einer Waffe bedroht worden. Der Ehemann sei darauf hin verhaftet und seine Waffen beschlagnahmt worden.

Der Angeschuldigte wurde aber nicht in Untersuchungshaft verbracht, weil er bis zum Übergriff auf seine Frau strafrechtlich unbescholten gewesen sei. Nichts hatte laut Staatsanwaltschaft auf eine weitere Tat hingewiesen. Dem Mann seien aber die Hausschlüssel abgenommen worden. Auch habe man ihm ein Kontaktverbot zu seiner Frau auferlegt.

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