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Kanadische Polizei fahndet nach drei Morden nach zwei Männern

Nach einem Doppelmord und einem weiteren Mord in der westkanadischen Provinz British-Columbia fahndet die Polizei nach zwei jungen Männern. Ein 18-Jähriger und ein 19 Jahre alter Mann würden inzwischen als «Verdächtige» eingestuft, sagte eine Polizeisprecherin.

Agentur
sda
Mittwoch, 24. Juli 2019, 00:52 Uhr Montréal
Die kanadische Polizei hat nach dem Mord an drei Menschen vergangene Woche nun zwei Verdächtige im Visier.
Die kanadische Polizei hat nach dem Mord an drei Menschen vergangene Woche nun zwei Verdächtige im Visier.
KEYSTONE/AP The Canadian Press/DARRYL DYCK

Die beiden Kanadier hatten zunächst als «vermisst» gegolten. Sie seien aber zuletzt rund 2000 Kilometer östlich von den Tatorten entfernt in der Provinz Saskatchewan gesehen worden, sagte die Polizeisprecherin. Sie warnte am Dienstag, die beiden seien «gefährlich».

Die Verbrechen halten Kanada seit mehr als einer Woche in Atem. Am Montag vergangener Woche waren im Norden von British-Columbia an einer Landstrasse die Leichen einer 24-jährigen US-Touristin und ihres 23-jährigen australischen Freundes gefunden worden. Das junge Paar wurde erschossen.

Am Freitag wurde dann rund 470 Kilometer vom Tatort entfernt die Leiche eines bislang nicht identifizierten Mannes gefunden. Er lag in der Nähe eines ausgebrannten Wagens, der den nun Gesuchten gehörte. Von den beiden jungen Kanadiern fehlte zunächst jede Spur.

Grosse Betroffenheit in Australien

Die Polizei wollte zunächst keine Verbindung zwischen den beiden Fällen herstellen - erklärte dann aber am Montag, es werde die «Möglichkeit einer Verbindung» geprüft. Am Dienstag erklärte die Polizei schliesslich, die jungen Männer würden als Verdächtige in den Mordfällen gesucht. Angaben zu einem möglichen Motiv machte die Polizei nicht.

Der Tod des 23-jährigen Australiers hat in seiner Heimat Australien grosse Betroffenheit ausgelöst - zumal sein Vater selbst ranghoher Polizist im Bundesstaat New South Wales ist. Dieser reiste nach dem Tod seines Sohnes nach Kanada und wandte sich dort an die Öffentlichkeit. «Ich bin ein erfahrener Polizist», sagte er. «Aber heute bin ich als Vater eines Mordopfers hier.»

Sein Sohn sei zuletzt um die Welt gereist und habe «die schönste Zeit seines Lebens» erlebt, sagte der Polizist. «Während dieser Reise hat er seine Freundin kennengelernt und sie sind ein unzertrennliches Paar geworden. Es ist eine Liebesgeschichte, die ein tragisches Ende gefunden hat. Es ist die schlimmste Liebesgeschichte von allen.»

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