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Mutterkuh verletzt Wanderer schwer

Am Sonntagnachmittag ist ein Mann am Berninapass von einer Mutterkuh angegriffen worden. Er wurde schwer am Kopf verletzt.

Südostschweiz
Montag, 01. Juli 2019, 15:45 Uhr (Abgezäunte) Weide durchquert
Hinweistafeln warnen vor Mutterkühen, die ihren Nachwuchs schützen.
KANTONSPOLIZEI GRAUBÜNDEN

Ein 55-jähriger Italiener und seine Ehefrau durchquerten kurz nach 16 Uhr bei Braita auf Gemeindegebiet von Poschiavo eine abgezäunte Weide einer Mutterkuhherde. Eine Mutterkuh griff den Wanderer gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Graubünden an und liess erst von ihm ab, als der Bewohner eines nahe gelegenen Maiensässes zu Hilfe eilte und die Kuh vertrieb.

Mit schweren Kopfverletzungen wurde der Italiener ins Spital nach Poschiavo gebracht. Die Ehefrau erlitt einen Schock. (men)

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Abgezäunt ist ein vager Begriff. Entscheidend ist, ob der Wanderweg offen durch diese Weide mit Mutterkühen führte, oder ob der Mann den Zaun überschritt und den Wanderweg verliess? Viele Wanderwege führen durch abgezäunte Weidern hindurch. Bei üblichen Kuhherden ist das eigentlich kein Problem, die Kühe gewöhnen sich an die Wanderer. Ganz anders aber bei Mutterkuhherden da wäre dies äusserst riskant und gefährlich.

Es ist skandalös: Mittlerweile stehen überall in den Bergen diese unberechenbaren und gefährlichen Tiere auf den Wanderwegen herum und wenn es mal wieder einen Wanderer erwischt, heisst es: Selber schuld, Weide war abgezäunt. Genau durch diese abgezäunten Weiden führen aber die Wege! Dieser Zustand ist unhaltbar...