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Waadtländer Milliardär Frederik Paulsen klagt gegen Tamedia

Weitere Klage gegen Tamedia aus der Romandie: Der Waadtländer Unternehmer Frederik Paulsen reicht gegen das Medienhaus rechtliche Schritte wegen angeblicher Persönlichkeitsverletzung ein.

Agentur
sda
Mittwoch, 03. April 2019, 19:15 Uhr Lausanne
Der Waadtländer Unternehmer Frederik Paulsen unternimmt rechtliche Schritte gegen Tamedia. Der Multimilliardär fühlt sich angegriffen durch die Berichterstattung der Zeitung "Tages-Anzeiger". (Archivbild)
Der Waadtländer Unternehmer Frederik Paulsen unternimmt rechtliche Schritte gegen Tamedia. Der Multimilliardär fühlt sich angegriffen durch die Berichterstattung der Zeitung "Tages-Anzeiger". (Archivbild)
Keystone/PETER SCHNEIDER

An das zuständige Friedensgericht in Zürich sei ein entsprechender Schlichtungsantrag gestellt worden, teilten die Berater des Verwaltungsratspräsidenten der Ferring-Gruppe in St. Prex VD mit.

Paulsen sei in der Serie von mehr als 30 zwischen Juni 2018 und Februar 2019 veröffentlichten Artikeln Opfer einer Medienkampagne von Tamedia geworden. «Die verschiedenen Artikel stellen einen rechtswidrigen Angriff auf seine Persönlichkeit dar», heisst es im Communiqué.

Umstrittene Reisen

Waadtländer Politiker verschiedener Lager wie etwa FDP-Staatsrat Pascal Broulis oder SP-Ständerätin Géraldine Savary waren auf Einladung des Milliardärs und russischen Honorarkonsuls mehrmals nach Russland gereist, wie der «Tages-Anzeiger» aufdeckte. Danach hielten Vorwürfe der Korruption die Waadtländer Politik monatelang in Atem.

Paulsen ist nicht der erste, der juristisch gegen Tamedia vorgeht. Der Waadtländer Staatsrat Pascal Broulis reichte eine Zivilklage wegen Ehrverletzung gegen einen Journalisten des «Tages-Anzeigers» ein. Dieser hatte in mehreren Berichte über Steuersituation des FDP-Politikers geschrieben.

Auch der Genfer Staatsrat Pierre Maudet kreuzt mit Tamedia die Klingen. Er verlangt vom «Tages-Anzeiger» das Recht auf eine Gegendarstellung zu einem im vergangenen November erschienenen Artikel. Eine Anhörung vor einem Genfer Zivilgericht fand am Dienstag statt.

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