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Basler Bluttat: Zweifel an Schuldfähigkeit der Frau

Erste Erkenntnisse zum Tötungsdelikt vom Donnerstag an einem siebenjährigen Knaben in Basel haben ergeben, dass Zweifel an der Schuldfähigkeit der Frau bestehen. Sie wird deshalb psychiatrisch begutachtet, wie die Basler Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

Agentur
sda
Freitag, 22. März 2019, 12:53 Uhr Bern
Blumen und Kerzen am Tatort in Basel, wo ein siebenjähriger Schulbub Opfer eines Tötungsdelikts wurde. Bei der mutmasslichen Täterin, einer 75-jährigen Frau, bestehen Zweifel an der Schuldfähigkeit.
Blumen und Kerzen am Tatort in Basel, wo ein siebenjähriger Schulbub Opfer eines Tötungsdelikts wurde. Bei der mutmasslichen Täterin, einer 75-jährigen Frau, bestehen Zweifel an der Schuldfähigkeit.
Keystone/GEORGIOS KEFALAS

Die tatverdächtige 75-jährige Frau hat gemäss den bisherigen Ermittlungen der unterdessen eingesetzten Sonderkommission weder das Kind noch dessen Familie gekannt, die aus dem Kosovo stammt. Gemäss den Untersuchungen des Instituts für Rechtsmedizin hat die Frau dem Siebenjährigen mit einem Messer schwere Stichverletzungen am Hals zugefügt.

Ereignet hat sich die Bluttat am Donnerstag um zirka 12.45 Uhr auf einem Trottoir 200 bis 300 Meter vom Basler Gotthelf-Schulhaus entfernt. Dort ging der verstorbene Schüler in die erste Primarklasse.

Der Schulbub war nach dem Schulschluss alleine unterwegs, als er unvermittelt niedergestochen und lebensgefährlich verletzt wurde. Eine Passantin entdeckte das auf dem Trottoir liegende, schwer verletzte Kind. Weitere Passantinnen und die zufällig vorbeifahrende Lehrerin des Schülers versuchten, bis zum Eintreffen der Rettungsdienste erste Hilfe zu leisten.

Nach Notoperation gestorben

Die umgehend alarmierte Sanität und ein Notarzt versuchten zunächst während längerer Zeit am Tatort, den Knaben zu reanimieren. Danach wurde er ins Universitäts-Kinderspital beider Basel gebracht und dort einer Notoperation unterzogen. Kurze Zeit später erlag er jedoch seinen Verletzungen.

Nach dem Messerangriff wurde umgehend eine Fahndung eingeleitet. Die Polizei erhielt dabei den Hinweis, dass sich eine ältere Frau vom Tatort entfernt hatte. Die mutmassliche Täterin hatte sich laut den Angaben der Staatsanwaltschaft vom Freitag nach der Tat Richtung Schützenmattpark begeben.

Unterwegs teilte sie mehreren Personen und Institutionen per SMS mit, dass sie ein Kind niedergestochen habe. Anschliessend stellte sie sich der Staatsanwaltschaft. Die Frau wurde festgenommen.

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