×

Betrüger verkaufen falsche 1-Franken-Briefmarken

Fälscher bringen derzeit gefälschte 1-Franken-Briefmarken in Umlauf. Mehrere Firmen seien auf hohe Rabattversprechen hereingefallen, teilte die baselstädtische Staatsanwaltschaft am Montag mit. Die Deliktsumme liege bisher bei mindestens 60'000 Franken.

Agentur
sda
Montag, 04. März 2019, 15:53 Uhr Basel
Derzeit sind gefälschte 1-Franken-Briefmarken im Umlauf. Das Motiv der gefälschten A-Post-Wertzeichen ist der Luzerner Bahnhof.
Derzeit sind gefälschte 1-Franken-Briefmarken im Umlauf. Das Motiv der gefälschten A-Post-Wertzeichen ist der Luzerner Bahnhof.
Roger Lange Morf

Die unbekannte Täterschaft bietet gemäss den Angaben A-Post-Marken mit dem Luzerner Bahnhof als Motiv an, die «hohe Ähnlichkeit mit echten Briefmarken» aufweisen. Laut einem Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft sehen die nachgemachten Marken täuschend gut aus.

Diese Betrugsmasche sei im Rahmen eines Verfahrens der Basler Wirtschaftsabteilung sowie dank Hinweisen der Zürcher Kantonspolizei aufgeflogen, hiess es weiter. Gemäss dem Sprecher ging es bei jenem anderen Fall um Scheinfirmen und diverse Betrügereien.

Die Briefmarken-Betrüger riefen kleinere Firmen oder Stiftungen an und böten «grosszügige Rabatte» beim Bezug grösserer Stückzahlen an. Der Sprecher mahnte, aktuelle echte Wertzeichen seien nicht einfach so mit Preisnachlass erhältlich.

Betrügerische Anrufe

Auf Anfrage hält die Post fest, selber «keine Briefmarken mit Rabatt per Telefon» zu verkaufen. Sie empfiehlt, Briefmarken nur in Poststellen, Filialen mit Partnern oder im offizielle Postshop zu kaufen. Wer solche Anrufe erhalte, solle sich an die Polizei wenden.

Die betrügerischen Anrufe kommen laut Communiqué von Callcentern oder Scheinfirmen. Diese werden teilweise eigens gegründet und nach einer Geldüberweisung gleich wieder gelöscht; teilweise bestünden sie nur als Internetseite, wie der Sprecher weiter sagte.

Die Basler Behörden suchen nun weitere Geschädigte: Da man noch niemanden erwischt hat, laufe diese Masche wohl weiter. - Bei der Zürcher Kantonspolizei waren derweil keine weiteren Informationen erhältlich.

Kommentar schreiben

Kommentar senden