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14 Jahre Haft für Bomben gegen Fussballer von Borussia Dortmund

Gut anderthalb Jahre nach dem Bombenanschlag auf die Fussballer von Borussia Dortmund (BVB) hat das Landgericht Dortmund den Bombenleger Sergej W. zu 14 Jahren Haft verurteilt. Dies sagte der Vorsitzende Richter Peter Windgätter am Dienstag.

Agentur
sda
Dienstag, 27. November 2018, 14:55 Uhr Dortmund
Der Angeklagte Sergej W. am Dienstag im Gerichtssaal. Elf Monate verhandelte das Dortmunder Schwurgericht um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund. Der Angeklagte wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Der Angeklagte Sergej W. am Dienstag im Gerichtssaal. Elf Monate verhandelte das Dortmunder Schwurgericht um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund. Der Angeklagte wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Keystone/DPA/MARCEL KUSCH

Die Staatsanwaltschaft hatte W. unter anderem versuchten Mord in 28 Fällen und die Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen. Sie hatte lebenslange Haft für ihn gefordert. Seine Verteidigung hatte für eine Haftstrafe deutlich unter zehn Jahren plädiert. Neben dem BVB-Mannschaftsbus waren am Abend des 11. April 2017 mehrere Sprengsätze detoniert. Der damalige BVB-Spieler Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt.

Bombenleger W. handelte dem Gericht zufolge aus Habgier. Neben dem Mannschaftsbus der Fussballer waren damals nach der Abfahrt vom Mannschaftshotel «L'Arivee» drei mit Metallstiften bestückte Sprengsätze explodiert. Der heute 29-jährige Sergej W. soll diese der Staatsanwaltschaft zufolge über eine Länge von zwölf Metern in einer Hecke deponiert haben.

Wirkung nicht voll entfaltet

Als der Bus um 19.16 Uhr auf der Fahrt zu einem Spiel der Champions League die Stelle passierte, soll der Angeklagte die Sprengvorrichtungen gezündet haben. Zum Glück für Busfahrer, Betreuer und Spieler des BVB habe der mittlere Sprengsatz seine Wirkung aber nicht voll entfaltet. Die beiden anderen Sprengvorrichtungen trafen den Bus - der Spieler Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt.

Anderthalb Wochen später hatte eine Spezialtruppe der GSG-9 den Deutsch-Russen Sergej W. in Tübingen festgenommen. Er habe mit dem Anschlag den Kurs der BVB-Aktien beeinflussen und von einem Kurssturz profitieren wollen. Der Prozess vor dem Landgericht hatte im vergangenen Dezember begonnen. Auch zahlreiche Spieler des BVB hatten vor Gericht ausgesagt.

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