×

Polizeisprecher: «130 im 80er-Bereich sind nicht alltäglich»

Die Polizei hat den Raser, der am Sonntag mit 130 statt 80 km/h über den Ricken «bretterte», zu Hause besucht und ihm den Führerausweis abgenommen. Wir sprachen mit der Polizei über den Fall.

Südostschweiz
Dienstag, 13. März 2018, 17:00 Uhr Radarkontrolle
Die Kantonspolizei St. Gallen hat in ricken eine Geschwindigleitskontrolle gemacht.
SYMBOLBILD

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle am Sonntag auf dem Ricken sind der Kantonspolizei St. Gallen mehrere Schnellfahrer ins Netz gegangen. Ein Raser passierte die Kontrollstelle mit 130 statt der erlaubten 80 Stundenkilometer.

Zusammen mit fünf weiteren Schnellfahrern hätte auch er seinen Führerausweis abgeben müssen. Hätte, denn in der Medienmitteilung schrieb die Polizei: Fahrer konnte vor Ort nicht angehalten werden, Führerausweis noch nicht abgenommen.

Wir haben bei Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen nachgefragt, warum der 39-Jährige nicht angehalten werden konnte, und ob er noch immer Auto fährt.

Schweizweit wurden im Jahr 2017 84‘727 Führerausweise eingezogen. Wegen zu hoher Geschwindigkeit waren es 28‘449 Stück oder 33 Prozent. Davon in den Südostschweizer Kantonen St. Gallen 1536, Graubünden 627 und Glarus 127.

Weitere Ausweisentzug-Gründe sind Angetrunkenheit (16 Prozent) sowie Unaufmerksamkeit (10 Prozent).

Das Gesetz schreibt in Ausserortsbereichen folgende Bussenhöhen vor:

  • 1 bis 5 km/h 40 Franken
  • 6 bis 10 km/h 100 Franken
  • 11 bis 15 km/h 160 Franken
  • 16 bis 20 km/h 240 Franken
  • 21 bis 25 km/h 260 bis 340 Franken und eine Verwarnung
  • 26 bis 29 km/h 370 bis 460 Franken und einen Monat Führerausweisentzug
  • mehr als 30 km/h mindestens 800 Franken und mindestens drei Monate Führerausweisentzug

Kommentar schreiben

Kommentar senden