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Bündner Polizisten sind auch in der Freizeit bewaffnet

Polizistinnen und Polizisten dürfen in den meisten Korps die eigene Dienstwaffe in der Freizeit tragen. Auch im Kanton Graubünden besteht diese Praxis.

Südostschweiz
28.02.18 - 04:30 Uhr
Blaulicht
Polizistinnen und Polizisten dürfen auch im Kanton Graubünden in der Freizeit die eigene Dienstwaffe tragen.
Polizistinnen und Polizisten dürfen auch im Kanton Graubünden in der Freizeit die eigene Dienstwaffe tragen.
SYMBOLBILD MAYA RHYNER

In der Schweiz dürfen Polizistinnen und Polizisten in ihrer Freizeit fast überall die Dienstwaffe tragen. Dies haben Recherchen des SRF-Formats «Schweiz aktuell» ans Licht gebracht.

Auf Anfrage von Radio Südostschweiz bestätigte Anita Senti, Leiterin Kommunikation der Kantonspolizei Graubünden, dass das Tragen der Dienstwaffe auch im Kanton Graubünden erlaubt sei. Es würde sich schliesslich um Polizistinnen und Polizisten handeln, die auch zum polizeilichen Handeln in der Freizeit berechtigt seien.

Regelung stösst auf Kritik

Die Anwendung dieser Praxis ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Im Kanton Bern stösst diese Regelung nun aber auf Kritik. So bemängelt Simone Machado, Grossrätin Grüne alternative Partei Bern, dass es sich bei Polizisten auch nur um Menschen handle, die wie andere auch in bestimmten Situationen möglicherweise falsch reagieren oder deren Waffen in der Freizeit abhanden kommen könnten, heisst es im Beitrag von «Schweiz aktuell» weiter.

Dem widerspricht Adrian Wüthrich, Präsident des Berner Polizeiverbandes. Aus seiner Sicht seien die Polizistinnen und Polizisten sehr gut ausgebildet. Sie wüssten genau, wie die Waffen aufbewahrt werden müssten. Zudem trage diese Regelung zur allgemeinen Sicherheit bei.

Gegenstimmen auch aus Polizeikreisen

Bei der Kantonspolizei Fribourg ist diese Praxis nicht erlaubt. Wie Bernard Vonlanthen, Mediensprecher der Kantonspolizei Fribourg, sagt, könne es beim Tragen der Waffen in der Freizeit zu delikaten Situationen kommen. Für Vonlanthen bereite dies daher eher Sorge, als dass das Tragen der Waffen in der Freizeit eine Sicherheit bieten würde.

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