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Die Polizei rät: «Keine Elterntaxis»

Zum Schulanfang hat die Kantonspolizei Schoggi verteilt – und die Geschwindigkeit gemessen.

Südostschweiz
02.09.17 - 14:05 Uhr
Blaulicht
Volksschule, Pirmarschule, Primarklasse, Schule, Schulhaus, Schulgang,
Kinder sollen nicht mit dem Auto in die Schule gefahren werden.
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Mit dem Schulanfang nach den Sommerferien hat die Kantonspolizei Glarus eine Schwerpunktaktion lanciert. Es geht darum, die Verkehrswege in der Nähe von Schulhäusern und Kindergärten zu überwachen. Einerseits geschieht das in süsser Form: Zusammen mit Primarschülern haben die Polizisten rücksichtsvollen Verkehrsteilnehmern Schoggi verteilt, deren Verpackung gleich von Primarschülern gestaltet worden ist (die «Südostschweiz berichtete).

Andererseits führt das Ostschweizer Polizeikonkordat vom 14. August bis am 15. September an verschiedenen Standorten Geschwindigkeitskontrollen im direkten Einzugsgebiet von Schulen und Kindergärten durch, wie die Kantonspolizei Glarus in einer Mitteilung schreibt.

Im Kanton Glarus seien bis jetzt über 8000 Fahrzeuge gemessen worden. 125 von ihnen waren zu schnell unterwegs. Alle Übertretungen konnten allerdings im Ordnungsbussenverfahren erledigt werden. Die grösste gemessende Netto-Geschwindigkeitsübertretung betrug 10 Kilometer pro Stunde.

Ein Lob von der Polizei

Die Polizei lobt in ihrer Medienmitteilung die kontrollierten Autofahrer: «Viele Fahrzeuglenker verhalten sich vor dem Fussgängerstreifen richtig. Die Kinder gehen erst, wenn sich die Räder nicht mehr drehen.» Ideal sei es, bis an den Fussgängerstreifen heranzufahren, ganz anzuhalten und keine Handzeichen zu geben.

Und die Polizei hat noch ein zweites Anliegen: Eltern sollen möglichst auf Elterntaxis verzichten und ihren Kindern das Erlebnis Schulweg nicht vorenthalten. Denn: «Nur im und mit dem Verkehr lernt das Kind, mit diesem umzugehen und sich darin zu behaupten.» Die Schwerpunktkontrollen der Polizei rund um die Schulhäuser und Kindergärten dauerten noch rund zwei Wochen, so die Kantonspolizei.

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