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Stefan Engler: «Wir haben das Mass verloren»

CVP-Ständerat Stefan Engler übt deutliche (Selbst-)Kritik an den Bündner Politikern. Im Zweitwohnungsbau habe man das richtige Mass verloren.

Südostschweiz
Samstag, 25. August 2012, 08:50 Uhr
Die Bündner Gemeinden und der Kanton hätten in Sachen Zweitwohnungen zu lange zugeschaut, sagt der ehemalige Regierungsrat und heutige Ständerat Stefan Engler in Selbstkitik.

Chur.– Stefan Engler, Bünder Ständerat und als ehemaliger Regierungsrat Chef des Baudepartements, holt im Interview mit der «Südostschweiz» zum verbalen Rundumschlag aus – und bezieht sich selbst auch mit ein. Sowohl auf Kantons- wie auf Gemeindestufe habe man «nicht rechtzeitig reagiert», obwohl man gesehen habe, was in Sachen Zweitwohnungsbau abgehe.

«Den Gemeinden zu lange vertraut»

Das richtige Mass sei «mehr und mehr» verloren gegangen, so Engler weiter. Als Folge davon sei der Unmut in der Schweizer Bevölkerung «derart gross» geworden, dass die Zweitwohnungsinitiative schliesslich angenommen worden sei.

Als Regierungsrat und Baudirektor habe er selbst die Probleme im Zweitwohnungsbau bemerkt, sagt er. Er habe aber «zu lange auf die Selbstregulierungskräfte in den Gemeinden vertraut». Das war, so Engler, «ein Trugschluss von mir». (rf)

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