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St. Galler Spitäler setzen auf ein Volks-Ja

Sowohl das Spital Linth in Uznach wie auch die Spitäler Wattwil, Grabs und Altstätten haben grossen Sanierungs­bedarf. Über alle vier Bauvorhaben soll das Volk nun gleichzeitig befinden.

Südostschweiz
Samstag, 05. November 2011, 19:15 Uhr
Nach einem langen Baumoratorium haben alle vier St. Galler Spitäler – auch das Spital Linth in Uznach – Sanierungsbedarf.

Von Regula Weik und Sibylle Speiser

Uznach/St. Gallen. – Es geht um Millionen. Denn für Beträge in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe soll jedes der vier Regionalspitäler des Kantons St. Gallen saniert werden. Die Regierung hat nun beschlossen, dem Volk die Bauvorhaben gleichzeitig vorzulegen: im Herbst 2013.

Keine Salamitaktik

Würde dem Volk jede Spital-Vorlage einzeln unterbreitet, könnte das Volk von Salamitaktik reden, begründet Regierungsrätin und Gesundheitschefin Heidi Hanselmann den Entscheid.

So sieht es auch Urs Graf, Direktor des Spitals Linth. Dass die Bauvorhaben gleichzeitig vor das Volk kommen, sei ein gutes Signal, sagt er. Das zeige, dass die Sanierungen in allen Spitalregionen dringend seien und keine Region bevorzugt werde. Dringend sind die Spitalsanierungen in Uznach, Wattwil, Grabs und Altstätten wegen dem Baumoratorium, dass länger als zehn Jahre dauerte. Angst, bei diesem Abstimmungspaket auf der Strecke zu bleiben, hat man im Spital Linth nicht und auch Hanselmann fürchtet um keines der Spitäler. Die Bevölkerung habe sich schon mehrmals für den Erhalt der wohnortnahen Gesundheitsversorgung ausgesprochen, sagt sie. «Wir gehen nicht von einem Nein aus», so Hanselmann.

Und Graf ist überzeugt, dass nach dem Baumoratorium auch für das Stimmvolk der Sanierungsbedarf klar ausgewiesen ist.

Nächste Hürde: Kantonsrat

Bevor die Bevölkerung über das Monsterpaket entscheidet, müssen die Bauvorhaben noch den Kantonsrat passieren. Spätestens im Frühling 2013 wird dieser über die Spitalvorlagen befinden.

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