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SP sieht Olympia-Nein als Chance

Wie weiter nach dem Olympia-Nein? Die SP Graubünden fordert einen Masterplan für den Tourismus und will einen «Bündner Einheimischentarif», um das Tourismusverständnis zu fördern.

Südostschweiz
21.03.13 - 07:50 Uhr

Chur. – Für die Bündner Sozialdemokraten ist das Nein zu Olympia ein «Ja zu einer selbstbestimmten Entwicklung Graubündens». Sie fordern deshalb beispielsweise einen Masterplan für den Tourismus. Der Masterplan müsse, so die SP, auf den Bündner Stärken basieren: die schöne Bergwelt, die vielfältigen Natur- und Kulturlandschaften, die gute Wintersport-Infrastruktur und die bestehenden Winter- und Sommersportveranstaltungen. All dies müsse im Rahmen des Masterplan Tourismus gebündelt und unter der Marke Graubünden besser vermarktet werden, heisst es in einem Communiqué.

Weiter fordert die Partei, dass Herr und Frau Bündner weniger für die kantonalen Bergbahnen und den öffentlichen Verkehr bezahlen. Sie ist der Ansicht, dass die hohen Preise viele Einheimische von den Pisten fernhalten würden. Damit gehe ein Stück Wintersportkultur und Tourismusverständnis verloren. Sie meint: «Will man ernsthaft und nachhaltig die kommenden Generationen in den Schnee bringen, genügen ein paar schulische Skilager nicht.» Und: «Es muss beim Preis angesetzt werden», meint die SP.

Mehr in die Kultur investieren

Für die SP ist die Trennung von Kultur und Wirtschaft «falsch». Sie schlägt ein zweigleisiges Modell vor: eine Schiene für die klassische Kulturförderung und eine für die Wirtschaftsschöpfung im kulturellen Bereich. Ziel müsse es sein, gesamthaft deutlich mehr in die Kultur zu investieren. «Gerade der Tourismus, die wichtigste Lebensgrundlage Graubündens, ist eine ausgeprägte Kulturerscheinung», schreibt die SP weiter.

Auch die Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Agrarabkommen mit der EU liegt den Sozialdemokraten am Herzen. Damit beispielsweise der starke Bündner Biomarkt weiter ausgebaut werden könne, müsse der Schweizer Agrarmarkt geöffnet werden. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Agrarabkommen mit der EU soll dazu die Basis bilden.

Die Bündner Sozialdemokraten fordern auch, dass Graubünden in ein flächendeckendes Glasfasernetz investiert. Denn die Wichtigkeit von modernen, leistungsstarken Datenübertragungsnetzen sei «unbestritten». Im Vergleich zu den grossen Schweizer Städten sieht die SP beim Kanton Graubünden Handlungsbedarf. (ms) 

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