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Sozialwohnungen auf der alten Churer KEB

Auf dem Areal der alten Churer Kunsteisbahn (KEB) sollen zwei der sieben im Quartierplan vorgesehenen Baufelder für gemeinnützigen Wohnungsbau verfügbar werden. Der Stadtrat ist bereit, Hand zu bieten.

Südostschweiz
Dienstag, 26. März 2013, 11:50 Uhr
Zwei der sieben Baufelder sollen für die Schaffung von günstigem Wohnraum zur Verfügung stehen.

Chur. – Die Forderung der SP/Juso-Fraktion des Churer Gemeinderates, im Quartierplangebiet alte KEB «bezahlbaren Wohnraum» speziell zu fördern, ist beim neu zusammengesetzten Stadtrat auf offene Ohren gestossen. Zwar betrachtet er die gestellte Forderung, gleich vier der sieben Baufelder dem freien Wettbewerb zu entziehen, als zu gross.

Der Stadtrat ist aber bereit, im Sinne einer guten sozialen Durchmischung auf dem attraktiven Areal zwei Baufelder für die Schaffung von günstigem Wohnraum zu Verfügung zu stellen, wie aus der Antwort hervorgeht. In diesem Sinne stellt er dem Gemeinderat für die Sitzung vom 11. April auch Antrag auf Überweisung des Auftrags.

Was heisst «bezahlbar»?

Der Stadtrat dämpft in seiner Antwort aber auch allzu optimistische Erwartungen. Mit Blick auf die Richtlinien der Sozialen Dienste und die Mietwerte der in den letzten drei Jahren in Chur erstellten Wohnungen kommt er zum Schluss, dass diese als «zahlbar, nicht aber als günstig eingestuft werden können». Der Stadtrat stellt auch klar, dass angesichts der finanziellen Lage der Stadt bei der Abgabe von Bauland nebst sozialen und ökologischen Zielsetzungen «in grösserem Umfang als bisher finanzielle Kritierien eine Rolle spielen» werden.

Durch verschiedene Bedingungen und Auflagen soll beim Baurechtszins ein höherer Grundpreis von freien Investoren erzielt werden. Die Stadt kann beispielsweise vorgeben, ob Miete oder Stockwerkeigentum realisiert wird oder dass anstelle von Marktmieten Kostenmieten zu kalkulieren sind, wie das «Bündner Tagblatt» in seiner Ausgabe vom Dienstag berichtet. (nw)

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