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Silva Semadeni fordert mehr Geld für die Hotellerie

Der Bund soll der Hotellerie mehr finanzielle Mittel für Investitionen zur Verfügung stellen. Mit dieser Forderung reagiert Silva Semadeni in einer Motion auf die Annahme der Zweitwohnungsinitiative.

Südostschweiz
Mittwoch, 14. März 2012, 22:10 Uhr
Die Bündner SP-Nationalrätin Silva Semadeni.

Bern/Chur. – Sie habe vor dem Urnengang vom Wochenende mehrere Hoteliers aus allen Landesteilen gesprochen. Der Tenor sei stets der gleiche gewesen, erklärte Semadeni am Mittwoch gegenüber der «Südostschweiz».

Den Zweitwohnungsbau einzuschränken, dagegen könne ein Hotelier zwar grundsätzlich kaum etwas einzuwenden haben. Zu viele seien in den letzten Jahrzehnten durch die Umnutzung der Liegenschaften in Eigentumswohnungen zur Aufgabe ihrer Betriebe gezwungen worden. Doch andererseits hätten Sanierungen und Neubauten häufig nur mit dem Verkauf von Ferienwohnungen finanziert werden können. Die Banken hätten in der Regel dafür nicht genügend Geld zur Verfügung gestellt.

Bündner geschlossen dafür

Da die Querfinanzierung durch Ferienwohnungen mit der Annahme der Initiative in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, verlangt die Nationalrätin der SP in ihrer Motion, die sie am Mittwoch einreichte, der Bund solle für Investitionen in den Bau, die Sanierung und den Betrieb von Hotels und Pensionen zinslose Kredite für 20 Jahre zur Verfügung stellen, sofern die Betriebe realistische Businesspläne vorlegen. Um Missbräuche zu verhindern, müsse die Umnutzung geförderter Liegenschaften mit einem Grundbucheintrag ausgeschlossen werden.

Semadeni gegenüber der «Südostschweiz». Sie hoffe auf Zustimmung für ihren Vorstoss aus allen Fraktionen. Bereits mitunterzeichnet hätten die Motion alle vier Nationalratskollegen aus Graubünden. (han)

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