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Rück- und Ausblick des Gemeindevorstandes

An der Gemeinderatssitzung vom 24. Januar hielt Hansueli Roth, Gemeindepräsident seit dem 1. Januar 2021, Rückblick auf ein höchst aktives Jahr und Ausblick auf Projekte dieses Jahres.

Conradin
Liesch
04.02.22 - 06:00 Uhr
Politik
Kerngeschäft für Klosters ist nach wie vor der Tourismus.
Kerngeschäft für Klosters ist nach wie vor der Tourismus.
Rolf Semmler

Als Erstes zeigte sich der Gemeindepräsident erfreut darüber, dass es gelungen ist, die Motivation, Zufriedenheit und Loyalität der Gemeindemitarbeiter zu verbessern. Dass dabei auch einige Mitarbeiter die Gemeindeverwaltung verlassen haben, wurde nicht kommuniziert, hat aber vermutlich auch dazu beigetragen, dass sich das Arbeitsklima auf der Gemeinde zum Besseren geändert hat. Durch das Zusammenlegen der Allgemeinen Verwaltung, weitere Anpassungen und vielen geführten persönlichen Gesprächen konnten die internen Abläufe optimiert werden.

Neuer Anlauf zur Strukturanpassung

Nachdem die Anpassung der Strukturen im Dezember 2019 an der Volksabstimmung gescheitert ist, soll in diesem Jahr ein neuer Anlauf genommen werden. Am 25. Januar hat sich der Gemeindevorstand diesbezüglich bereits zu einer Startsitzung getroffen.

Die Zusammenarbeit mit Davos im Bereich IT (Informationstechnik) hat positiv begonnen.

Ein offenere und transparente Kommunikation hat sich der Gemeindevorstand ebenfalls auf die Fahne geschrieben. Mit öffentlichen Informationsveranstaltungen und einer regelmässigen Berichterstattung (unter anderem in dieser Zeitung) konnte dieses Ziel ebenso erreicht werden.

Die Pandemie «bestmöglich» zu überstehen, war eine der grossen Herausforderungen, denen sich Hansueli Roth in seinem ersten Amtsjahr mit seinem Team stellen musste. Es ging einerseits darum, die Auswirkungen richtig zu erkennen und zu beurteilen, aber auch in finanzieller Hinsicht die richtigen Entscheide zu fällen. Trotz Covid-19 sind die Einnahmen nicht eingebrochen, im Gegenteil: Bei den Einnahmen durch die Handänderungssteuer wird eine Rekordsumme erwartet.

Kerngeschäft Tourismus

Das Kerngeschäft von Klosters ist nach wie vor der Tourismus: Hier soll die lokale Wirtschaft gefördert werden, mit tragbaren Investitionen zur Tourismusförderung und der aktiven Unterstützung kommender Hotelprojekte. Der Tourismusrat ist gut gestartet, auch für die Zusammenarbeit mit der Verwaltung in Davos und der DDO allgemein fand Roth lobende Worte. Die Leute würden auch kleine Veränderung bemerkten und diese goutieren.

Der Aufbau, die Aus- und Weiterbildung des Gemeindeführungsstabes ist ebenfalls geglückt. Besonderes Augenmerk hält der Gemeindepräsident wie erwartet auf die Umsetzung der Feuerwehrplanung der Gebäudeversicherung Graubünden. Hier sind Anstrengungen in Bereich Bestandssicherung notwendig. Klosters müsse eine tourismusortbezogene Sicherheit bieten können, meinte Hansueli Roth weiter.

Seit September wartet die Gemeinde auf Bescheid des Kantons bezüglich der Tempo-30-Problematik, zu deren Umsetzung die Gemeindepolizei einen wichtigen Anteil leistet. Die Opposition gegen flächendeckendes Tempo 30 werde wieder etwas grösser. Roth sagte dazu «Wir sind verärgert, weil wir im Dorf bestimmte Abschnitte so oder so zu einer 30-Zone machen wollen, beim Rest wären wir froh, wenn es bleiben könnte, wie es ist.

Casanna-Parkhaus soll erstellt werden

Ein besonderes Augenmerk hält der Vorstand auf die Zentrumsplanung. Das Montana-Areal wird in nächster Zeit nicht überbaut, das Casanna-Parkhaus soll aber erstellt werden. Die strategischen Ziele seien Sache des Gemeindevorstandes.

Weitere Aufgaben, denen sich der Vorstand in diesem Jahr annehmen will:

  • Die nicht gebrauchten Schulhäuser neuen Nutzungen zuführen, etwa den Bedürfnissen der Vereine. In Klosters Dorf soll der Kindergarten wieder heimisch werden. Das Begegnungszentrum im Schulhaus Platz soll vorangetrieben werden.
  • Die Verbauung des Sagenbachs in Saas wird die Sicherheit des Dorfes um einiges erhöhen.
  • Die Neuausrichtung der Sammelstellen; das Projekt für eine neue Anlage beim Standort Werkhof steht und soll in diesem Jahr noch realisiert werden.
  • Im Frühling ist Baubeginn für die Arbeiten zum Schutzbau «Gruobawald».
  • Sanierung Alpstrassen; der Rissweg soll erstellt werden.
  • Es wird angestrebt, ein Vorstandsmitglied in den Forstverband Madrisa zu bringen. Die Gemeinde Klosters hält im Verband den grössten Anteil.
  • Abschluss beziehungsweise Vornatreiben der Meliorationen in  Klosters und Saas.
  • Der kritischen Notfall-Versorgung soll zusammen mit der Flury-Stiftung begegnet werden: «Es geht nicht mehr anders, wir müssen eine Übergangsorganisation aufbauen und betreiben», sagte Roth mit Augenmerk auf das geplante Ärztezentrum auf dem Areal «Alte Eisbahn».
  • Und schliesslich wies der Gemeindepräsident auf die Feierlichkeiten «800 Jahre Klosters hin: «Hier ist eine ganz tolle Feier auf Wegen, das ist eine riesige Pastete.»
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