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Religionskunde- und Ethik-Unterrichts ab Schuljahr 2012/13

Die Bündner Regierung hat eine Teilrevision des Schulgesetzes auf den 1. August 2012 in Kraft gesetzt. Damit werden die weiteren Weichen zur Einführung des neuen Unterrichtsfachs Religionskunde und Ethik an der Oberstufe gestellt.

Südostschweiz
Donnerstag, 02. Dezember 2010, 12:00 Uhr
Clau Dermont, Tamara Gianera, Jonas Alig und Thomas Bigliel (von links) machten sich stark für einen Ethikunterricht.

Chur. – Der Kanton Graubünden wird das neue Unterrichtsfach Religionskunde und Ethik plangemäss ab dem Schuljahr 2012/13 auf der Oberstufe einführen. Die Bündner Regierung hat die entsprechende Teilrevision des Schulgesetzes auf den 1. August 2012 in Kraft gesetzt, wie es in einer Mitteilung heisst.

Gleichzeitig hat die Regierung den neuen Lehrplan zum Fach Religionskunde und Ethik für die Volksschul-Oberstufe genehmigt. Auf der Primarstufe ist die Einführung des neuen Fachs auf das Schuljahr 2017/18 vorgesehen.

Fortbildungskurse an der Pädagogischen Hochschule

Ebenfalls geregelt hat die Regierung die notwendige Nachqualifizierung von Lehrpersonen, welche das neue Fach auf der Volksschul-Oberstufe unterrichten werden. Mit der Planung und Durchführung der Fortbildung wurde die Pädagogische Hochschule Graubünden beauftragt. Die Fortbildungskurse werden ab dem kommenden Jahr angeboten.

An der Abstimmung vom 17. Mai 2009 über die sogenannte Ethik-Initiative hatte sich das Bündner Volk für den Gegenvorschlag des Grossen Rates beziehungsweise für das «Modell 1+1» entschieden. Dieses beinhaltet wie bisher eine von den Kirchen verantwortete Wochenlektion Religionsunterricht für Schüler, die Mitglieder einer der beiden Landeskirchen sind. Andererseits sieht das Modell neu eine für alle Schüler obligatorische Wochenlektion Religionskunde und Ethik vor. (so)

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