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Parteien sind erstaunt über neuen Pflegezentrum-Standort

Über den Entscheid, das neue Pflegezentrum im Schachen zu bauen, reagieren alle Orts­parteien von Rapperswil-Jona erstaunt. FDP und SP fragen sich nun, ob der Stadtrat ein­geknickt ist.

Südostschweiz
Dienstag, 23. September 2014, 21:55 Uhr
Die Schrebergärten am Fuss des Meienbergs hätten dem neuen Pflegezentrum weichen müssen, nun bleibt dort alles beim Alten.

Rapperswil-Jona. – Einen strahlenden Sieger gibt es nach dem überraschenden Entscheid zum neuen Standort des neuen Pflegezentrums: Die IG Freiraum Meienberg. Zwei Jahre lang hatte sich die IG gegen die Überbauung gewehrt, wollte den Meienberg als Naturschutzgebiet und grüne Oase für Rapperswil-Jona schützen. Am Montag teilte die zuständige Stadträtin Rahel Würmli überraschend mit, dass der neue Standort nicht am Meienberg, sondern im Schachen beim Bahnhof Blumenau sein wird («Die Südostschweiz» berichtete).

«Eher bedenklich»

Für Hanspeter Raetzo, Präsident der SP Rapperswil-Jona, ist der Entscheid eher bedenklich. «Ich kann mir gut vorstellen, dass der Stadtrat angesichts des öffentlichen Drucks eingeknickt ist», meint er. «Es ist durchaus denkbar, dass man bei der Stadt mit dem neuen Standort den kritischen Diskussionen ausweichen wollte». Wobei er aber nichts unterstellen wolle.

«Ich bin erstaunt – wie alle anderen auch», kommentiert FDP-Präsident Martin Stöckling den neuen Standort. Jetzt wolle man die neue Situation zunächst sorgfältig analysieren und behalte sich kritische Fragen vor. Dass der Stadtrat den einfachsten Weg gewählt hat, um Konflikten aus dem Weg zu gehen, kann auch er sich vorstellen.

SVP-Präsident Raphael Weber freut sich über den Standort. «Die Stadt hat die Bedenken der Kritiker und damit der SVP ernst genommen und nach einer besseren Lösung gesucht.» (js)

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