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Macron reist zu Krisen-Schlichtung nach Neukaledonien

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron reist nach Neukaledonien, um in dem von schweren Unruhen erschütterten französischen Überseegebiet zu schlichten.

Agentur
sda
21.05.24 - 15:17 Uhr
Politik
dpatopbilder - ARCHIV - Nach Unruhen in Noumea stehen verbrannte Autos in einer Reihe. Frankreich hat den Ausnahmezustand über das französische Pazifikgebiet Neukaledonien verhängt. Nun hat auch der französische Premierminister einen Besuch angekündigt…
dpatopbilder - ARCHIV - Nach Unruhen in Noumea stehen verbrannte Autos in einer Reihe. Frankreich hat den Ausnahmezustand über das französische Pazifikgebiet Neukaledonien verhängt. Nun hat auch der französische Premierminister einen Besuch angekündigt…
Keystone/AP/Nicolas Job

Macron werde am Dienstagabend zu der 1500 Kilometer östlich von Australien gelegenen Inselgruppe aufbrechen, «um dort eine Mission zu installieren», kündigte eine Regierungssprecherin in Paris an. Ausser 2700 Polizeikräften sei dort inzwischen auch das Militär im Einsatz, um die öffentliche Ordnung wieder herzustellen und die Evakuierung von Urlaubern abzusichern. Australien und Neuseeland entsandten Flugzeuge, um gestrandete Bürger aus dem von Gewalt erschütterten Südpazifikgebiet nach Hause zu bringen.

Auslöser der vor rund einer Woche ausgebrochenen Unruhen ist eine geplante Verfassungsreform der Regierung in Paris. Diese soll Tausenden französischstämmigen Bürgern das Wahlrecht und somit mehr politischen Einfluss einräumen. Dagegen wehren sich Befürworter einer Unabhängigkeit der Inselgruppe. Diese ist für Frankreich militärisch und geopolitisch sowie wegen grosser Nickelvorkommen von Bedeutung. Frankreich verhängte vorübergehend den Ausnahmezustand in Neukaledonien. Die Situation verbessere sich, bis zur Rückkehr zur Normalität sei aber noch viel zu tun, sagte die Sprecherin. Angestrebt werden eine politische Lösung.

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