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Auch die Alp Faller wird zum Etappenort fürs Weitwandern

Die Regierung unterstützt eine weitere Berghütte am geplanten «Parc Ela Trek» in Mittelbünden. Neu soll auch am Fuss des Piz Platta übernachtet werden können.

Jano Felice
Pajarola
23.02.23 - 10:49 Uhr
Politik
Der Ausbau läuft: Die Selbstversorgerunterkunft für die Ela-Trek-Station Val Faller entsteht in der ehemaligen Sennen- und Hirtenhütte in der Siedlung Tigias.
Der Ausbau läuft: Die Selbstversorgerunterkunft für die Ela-Trek-Station Val Faller entsteht in der ehemaligen Sennen- und Hirtenhütte in der Siedlung Tigias.
Bild Jano Felice Pajarola

Wenn Mitte Juni im Raum Mittelbünden das neue Weitwanderangebot «Parc Ela Trek» eröffnet wird, wird auch die Val Faller zwischen Surses und Avers zu den vorläufig 16 Etappenorten gehören. Und voraussichtlich ebenfalls ab dem kommenden Sommer wird man dort auch eine Übernachtungsmöglichkeit vorfinden: in der einstigen Sennen- und Hirtenhütte der Alpsiedlung Tigias am Fuss des Piz Platta. Wie die Regierung am Donnerstag mitgeteilt hat, spricht sie für das entsprechende Teilprojekt des Treks einen Kantonsbeitrag von knapp 44’000 Franken. Voraussetzung dafür ist, dass auch der Bund einen Beitrag von 54’000 Franken genehmigt. Der Weitwanderweg entsteht im Rahmen eines Projekts regionaler Entwicklung (PRE), dem die Regierung schon im Februar 2021 finanzielle Unterstützung von maximal rund 619’000 Franken zugesagt hatte; das neue Übernachtungsangebot in der Val Faller war damals noch nicht integriert.

Zwölf einfache Schlafplätze werden eingerichtet

Die Alp Faller sei ein wichtiger Etappenort am Trek, schreibt die Regierung in ihrer aktuellen Mitteilung. Der Streckenabschnitt von Radons über die Fuorcla Starlera und die Fuorcla Curtegns in das Hochtal bei Mulegns sei wandertouristisch, naturlandschaftlich und kulturhistorisch von grosser Bedeutung und deshalb «wesentlich» für den zukünftigen Erfolg des Weitwanderwegs sowie für die Wertschöpfung entlang der gesamten Route. In der Hütte, die sich in privatem Besitz befindet, entstehen derzeit zwölf einfache Schlafplätze für Übernachtungsgäste auf Mehrtagestouren. Die Unterkunft ist für Selbstversorgende konzipiert; an den Wochenenden sowie im Hochsommer wird sie bewirtet sein. Die Verpflegung mit regionalen Produkten – eine Bedingung am «Parc Ela Trek» – wird laut Mitteilung von der Betreiberfamilie angeboten, dies in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftsbetrieben in der Region und mit dem Verein, der das gesamte PRE umsetzt.

Jano Felice Pajarola berichtet seit 1998 für die «Südostschweiz» aus den Regionen Surselva und Mittelbünden. Er hat Journalismus an der Schule für Angewandte Linguistik in Chur und Zürich studiert und lebt mit seiner Familie in Cazis, wo er auch aufgewachsen ist. Mehr Infos

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