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Es geht vorwärts beim Areal Vali Meisser

Dieser Tage wurden die Namen der zum Projektwettbewerb eingeladenen Planer für die Neuüberbauung des Areals Vali Meisser bekannt gegeben. Ersichtlich wird aus den Unterlagen auch, was geplant ist.

Südostschweiz
11.10.24 - 09:00 Uhr
Politik
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Vom Baumaterialien-Lager ganz links bis zum VBD-Depot ganz rechts soll das ganze Gebiet eine Neugestaltung erfahren.

Schon lange wird darüber gesprochen, dass auf dem sogenannten Areal Vali Meisser verschiedene Dienste der Gemeinde zusammengezogen werden sollen. Nun ist klar, was für die beiden Parzellen zwischen Dorf-, Sand- und Bahnhofstrasse Dorf gefordert wird. Aktuell befinden sich dort das VBD-Depot, das in die Jahre gekommene Wohnhaus Bahnhofstrasse 19 sowie Lagerräumlichkeiten, die aktuell an ein Bauunternehmen ausgemietet sind. Neu sollen auf den beiden, der Gemeinde gehörenden Parzellen mit einer Fläche von knapp 8000 Quadratmetern ein Neubau für Feuerwehr- und Werkhof sowie Wohnungen entstehen.

Das bestehende VBD-Depot darf umstrukturiert, aufgestockt oder angebaut werden. Die beiden anderen Gebäude sollen zurückgebaut werden.

Nun wurden zwölf Planer-Teams bestimmt, die zum Projektwettbewerb eingeladen werden. Ihre Aufgabe wird es sein, eine innovative und nachhaltige Architekturlösung und ein Freiraumkonzept zu entwickeln. Gefragt ist ein Gesamtkonzept, das die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen berücksichtige und gleichzeitig eine hohe architektonische Qualität aufweise, geht aus dem kantonalen Amtsblatt hervor. Dabei geht die Gemeinde von Anlagekosten in der Höhe von rund 32 Millionen Franken aus. Nicht inbegriffen sind darin die Ausgaben für die Schaffung einer Zivilschutzanlage. Wie aus dem Hochbauamt der Gemeinde zu erfahren ist, handelt es sich dabei um Raum für organisatorische Aufgaben des Zivilschutzes, der in Davos noch fehle.

Bestehende Nutzungen erhalten

Konkret geht es beim Projektwettbewerb darum, ein neues Feuerwehrdepot mit Aussenparkplätzen zu erstellen. Eine Werkstätte für die Technischen Betriebe sowie eine dazugehörige Einstellhalle sind ebenfalls gefordert. Aktuell befinden sie sich an der Talstrasse auf einer Parzelle der Davos Destinations Organisation (DDO) beim Sportzentrum. Gefordert ist auch Wohn- sowie allgemeine Fläche mit den entsprechenden Parkierungsmöglichkeiten. Dabei wird der aktuell im Haus Vali Meisser befindlichen Lokal Box ein Bleiberecht eingeräumt. Sie soll in der Überbauung einen neuen Platz erhalten, aber so positioniert werden, dass der Konzertbetrieb die anderen Nutzungen nicht stört. Insgesamt sollen mit dem Projekt gut 6000 Quadratmeter neue Nutzfläche entstehen. Dazu kommen 3650 Quadratmeter Fläche, die im VBD-Gebäude bereits bestehen. Deren dort befindliche Nutzung, insbesondere für das Tiefbauamt, muss erhalten oder ersetzt werden, heisst es in den Unterlagen.

Im Frühjahr 2025 will das Preisgericht über die bis dann eingegangenen Vorschläge entscheiden. Das siegreiche Projekt soll anschliessend weiter ausgearbeitet werden, sodass der Davoser Souverän im Sommer 2026 über den Kredit entscheiden kann. Läuft alles nach Plan, soll im Herbst darauf mit dem Rückbau begonnen werden und der Neubau im Frühjahr 2027 starten.

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