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Modis Partei siegt deutlich bei Regionalwahl in Delhi

Die hindu-nationalistische Partei (BJP) des indischen Premierministers Narendra Modi übernimmt nach 27 Jahren wieder die Macht im Hauptstadtterritorium Delhi. Die auch auf Bundesebene regierende BJP sicherte sich bei der Regionalwahl 48 von 70 Sitzen in der gesetzgebenden Versammlung in Delhi. Die Aam Aadmi Party (Partei des einfachen Mannes/AAP), die die Wahl vor fünf Jahren noch haushoch gewonnen hatte, folgte dahinter mit 22 Sitzen. Das ging aus den Zahlen der staatlichen Wahlkommission hervor.

Agentur
sda
08.02.25 - 17:48 Uhr
Politik
ARCHIV - Wähler stehen Schlange, um ihre Stimme für die Parlamentswahlen in der Hauptstadt Delhi abzugeben. Foto: Uncredited/AP/dpa/Archiv
ARCHIV - Wähler stehen Schlange, um ihre Stimme für die Parlamentswahlen in der Hauptstadt Delhi abzugeben. Foto: Uncredited/AP/dpa/Archiv
Keystone/AP/Uncredited

Der AAP-Anführer Arvind Kejriwal, der als harter Kritiker Modis bekannt ist, räumte die Niederlage ein und beglückwünschte die BJP. Er akzeptiere das Mandat der Wähler, sagte der dreimalige Regierungschef Delhis in einer Videobotschaft auf der Plattform X. Er hoffe, die BJP werde ihre Versprechungen, für die sie gewählt worden sei, einhalten. Das Unionsterritorium umfasst auch die Hauptstadt Neu-Delhi. Mehr als 15,6 Millionen Wahlberechtigte durften laut Wahlkommission ihre Stimme abgeben. Die Beteiligung lag bei mehr als 60 Prozent.

Prestigeerfolg für Modi

Der Sieg der auch landesweit wichtigen Wahl gilt als grosser Prestigeerfolg für Modi. Die BJP hatte bei der Parlamentswahl im bevölkerungsreichsten Land der Erde im vergangenen Jahr erstmals seit zehn Jahren die absolute Mehrheit im Unterhaus verloren, blieb aber stärkste Kraft. Ähnlich wie die AAP warb die BJP im Wahlkampf in Delhi unter anderem mit der Bereitstellung kostenfreier Gesundheitsdienste und monatlichen Zahlungen von mehr als 2.000 Rupien (etwa 22 Euro) an ärmere Frauen.

Ein weiterer Verlierer ist die Kongresspartei von Oppositionsführer Rahul Gandhi, die erneut leer ausging. Der Kampf seiner Partei gegen Umweltverschmutzung, Inflation und Korruption werde fortgesetzt, teilte er auf X mit.

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