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Mit einem Trick gegen die 20-Prozent-Quote

Im Juni stimmt das Schanfigg über die Talfusion ab. Hilft der Zusammenschluss von acht Gemeinden auch gegen die 20-Prozent-Quote im Zweitwohnungsbau?

Südostschweiz
Montag, 26. März 2012, 20:50 Uhr
Gegenüber liegen die Dörfer Calfreisen, Castiel und Lüen (von links).

Chur. – Die starre 20-Prozent-Quote im Zweitwohnungsbau kann mit einem Trick ausmanövriert werden. Eine Gemeinde mit hohem Zweitwohnungs-Anteil schliesst sich mit einer weitgehend zweitwohnungsfreien Nachbarsgemeinde zusammen. Die neue Gemeinde weist dann einen tieferen Anteil auf als die ursprüngliche Gemeinde. Es darf wieder gebaut werden.

Talfusion Schanfigg

Im Juni stimmen acht Schanfigger Gemeinden über eine Talfusion ab. Würde hier der Fusions-Trick gelingen, könnte dies Arosa mit einem aktuellen Zweitwohnungsanteil von rund 60 Prozent nützen. Allerdings sind nur zwei von acht Fusions-Gemeinden unter der 20-Prozent-Grenze. Alle anderen sind darüber.

Fusion mit Chur

Wenn Chur bei der Schanfigger Talfusion mitmachen würde, sähe das wieder anders aus. Mit einem Zweitwohnungsanteil von zirka sechs Prozent würde Chur die Quote positiv beeinflussen. Und im Schanfigg könnte wieder gebaut werden. (hap)

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