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Migranten in Belarus: Merkel trifft Morawiecki

Migranten in Belarus: Merkel trifft Morawiecki

Die geschäftsführende deutsche Kanzlerin Angela Merkel will an diesem Donnerstag bei einem Treffen in Berlin mit Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki über die Lage der Migranten an der belarussisch-polnischen Grenze beraten.

Agentur
sda
24.11.21 - 15:54 Uhr
Politik
ARCHIV - Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen, spricht mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) (Archivbild). Foto: John Thys/Pool AFP/AP/dpa
ARCHIV - Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen, spricht mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) (Archivbild). Foto: John Thys/Pool AFP/AP/dpa
Keystone/Pool AFP/AP/John Thys

Das kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin an. Der Bundesregierung sei bewusst, dass Polen durch die Lage an der Grenze «in extremer Weise herausgefordert» sei - wie auch andere Länder mit einer Grenze zu Belarus. «Aber Polen trifft es eben besonders schwer.» Merkel habe vergangene Woche mit Morawiecki telefoniert, um ihm die volle Solidarität Deutschlands zuzusagen. Dies werde auch im Zentrum des Gespräches am Donnerstag stehen.

Der Bundesregierung und den anderen EU-Mitgliedsstaaten liege daran, dass für die Menschen entlang der polnisch-belarussischen Grenze gute humanitäre Bedingungen geschaffen würden, sagte Seibert. Zudem müsse es einen Zugang für das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sowie für die Internationale Organisation für Migration geben. Diese sollten nicht nur vor Ort akut helfen können, sondern auch daran mitwirken, die Menschen «in einer sichereren Weise» zurück in ihre Heimatländer zu bringen. Alles, was entlang der Grenze geschehe, habe im Einklang mit dem geltenden Recht zu stehen, betonte Seibert.

Seit Wochen versuchen Tausende Migranten, von Belarus über die EU-Aussengrenzen nach Polen oder in die baltischen Staaten zu gelangen. Die EU wirft dem autoritären belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen nach Minsk einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen.

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Die neuen Flüchtlingswellen dürften zusammengenommen finanziell schlimmer werden f
für Deutschland als 2015, da ja auch eine Abwanderung der eigenen Fachkräfte ins Ausland läuft. Zudem wird ja jeden Tag das Volksvermögen mit Überweisungen aus der Sozialhilfe durch Flüchtlinge über Western Union geschmählert, was sich auf Dauer auch bemerkbar machen dürfte.