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Mehr Schutz für die Landig am Linthkanal

Das Gebiet Landig am Linthkanal soll laut der Glarner Regierung ein Schutzgebiet werden. Für die Bevölkerung würde das grosse Einschränkungen bedeuten.

Südostschweiz
23.06.22 - 13:16 Uhr
Politik
Besondere Bedeutung: Das Ufergebiet soll unter Schutz gestellt werden.
Besondere Bedeutung: Das Ufergebiet soll unter Schutz gestellt werden.
Bild Kanton Glarus

Mit Amphibienlaichgewässern, Trockenwiesen, Streueflächen und Waldreservaten ist das Gebiet Landig am Linthkanal von besonderer Bedeutung. Das Schutzgebiet ist ein wichtiges Erholungsgebiet für die lokale Bevölkerung, die es zum Spazieren, Radfahren, Baden und Gummiboot fahren nutzt. Der Glarner Teil des Linthkanals, der zwischen der Industriezone in Niederurnen im Westen und der Strassenbrücke bei der Biäsche im Osten liegt, soll unter Schutz gestellt werden. Dies lässt die Regierung nach ihrer aktuellen Sitzung verlauten.

Eingeschränkte Nutzung

Die starke Nutzung kann zur Bedrohung für die Natur werden. Deshalb hat die Regierung folgendes ausgearbeitet: Das Betreten der Flächen soll deshalb nur auf einzelnen markierten Zugangswegen erlaubt sein. Zusätzlich müssen Hunde angeleint werden. Im Uferbereich soll das Anlanden mit Booten und anderen Schwimmkörpern zum Schutz der empfindlichen Ufervegetation und schützenswerten Tierarten untersagt werden. Das Betretungsrecht für die Fischerei wird entsprechend eingeschränkt, ebenso die Jagd.

Die Zonen im Gebiet Landig sind von den Einschränkungen betroffen.
Die Zonen im Gebiet Landig sind von den Einschränkungen betroffen.
Grafik Kanton Glarus

Die jährlichen Kosten für den Unterhalt und die Kontrolle des Schutzgebietes werden auf 20'000 Franken geschätzt. Der Beschluss soll in Kraft treten, nachdem allfällige Einsprachen behandelt worden sind. Die öffentliche Auflage kann laut der Mitteilung vom 23. Juni bis am 25. Juli beim Departement für Bau und Umwelt eingesehen werden. (red)

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