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Klosters macht vorwärts

Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen, nachhaltige Mobilitätslösungen, effiziente Trinkwassergewinnung oder Optimierung der Nutzung von Abwärme: in der Energiestadt Klosters tut sich einiges.

Klosterser
Zeitung
09.11.22 - 10:00 Uhr
Politik
Zahlreiche Projekte der Energiestadt Klosters sind derzeit in Planung oder sogar Ausführung
Zahlreiche Projekte der Energiestadt Klosters sind derzeit in Planung oder sogar Ausführung
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Der Gemeinde Klosters ist es ein grosses Anliegen, genügend Energie aus erneuerbaren Quellen als öffentliches Gut zur Verfügung zu stellen. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es ein diversifiziertes Angebot zu schaffen. So wird die Abhängigkeit von nur einer Energiequelle vermieden. Ende September wurde die Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Serneus in Betrieb genommen. Diese ist kombiniert mit einer bedarfsgerechten Batteriespeicherlösung. Weitere Solaranlagen auf Gemeindeliegenschaften sind geplant und budgetiert. Nicht nur der Sonne, sondern auch dem Wasser kommt eine zentrale Funktion bei der erneuerbaren Energiegewinnung zu.

Trinkwasserkraftwerk in Serneus geplant

Voraussichtlich 2024 soll ein Trinkwasserkraftwerk in Serneus fertiggestellt werden. Daneben ist auch die Nutzung bisheriger Restprodukte im Fokus. In der ARA Klosters-Dorf konnte eine Methanschlupfanlage installiert werden. Die bei der Reinigung des Abwassers entstehenden Klärgase werden damit zur Energiegewinnung genutzt. Ferner ist eine Biogasanlage in der ARA Klosters-Dorf geplant. Ein Wärmeverbund ins Siedlungsgebiet ist dabei ebenfalls vorgesehen. Als weitere Abwärmenutzung wird aktuell die Fassung des erwärmten Tunnelwassers im Vereina überprüft. Messungen dazu werden gerade ausgeführt und demnächst ausgewertet.

E-Ladestationen mit Wasserkraft-Strom

Für unsere zukünftigen Generationen ist nicht nur eine rasche Umstellung weg von fossilen Rohstoffen hin zu erneuerbaren Energiequellen notwendig. Auch nachhaltige und innovative Mobilitätslösungen – wie beispielsweise die Elektromobilität – müssen jetzt angedacht werden. So werden die bereits bestehenden Elektroladestationen beim Bahnhof mit zusätzlichen Standorten laufend erweitert. Beim Parkplatz Monbiel wurden dafür bereits die Stromleitungen vorbereitet. Der dortige Strom wird direkt aus der Wasserkraft vor Ort gespiesen. Neben der Elektromobilität sollen alternative Antriebe jedoch nicht in Vergessenheit geraten. Auch hier gilt, Diversifikation ist das angestrebte Ziel. Denn um die Energiewende zu schaffen, braucht es viele unterschiedliche Lösungen.

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