Kirchenkritiker Küng fordert Bischof Huonder zum Rücktritt auf
Theologe Hans Küng rät Bischof Vitus Huonder, zurückzutreten. Er sei nicht mehr fähig, die Diözese zu leiten.
Theologe Hans Küng rät Bischof Vitus Huonder, zurückzutreten. Er sei nicht mehr fähig, die Diözese zu leiten.
Chur. – «Vitus Huonder ist das Beispiel eines Durchschnittsbischofs, der unter der römischen Knute versucht, den Druck nach unten weiterzugeben», erklärt Kirchenkritiker Hans Küng im Interview mit der «Südostschweiz am Sonntag». Es erginge dem Bischof von Chur wie «Libyens Herrscher Muammar el Gaddafi, dem die Generäle davonlaufen». Elf von 17 Dekanen haben sich von Huonder distanziert. «Wäre ich in einem solchen Fall Bischof, würde ich zurücktreten».
Bischöfe «in Not»
Küng, dessen neues Buch «Ist die Kirche noch zu retten?» am 9. März erscheinen wird, hat auch eine klare Haltung zur lateinischen Liturgie. Dass Huonder Priester im Seminar zulassen will, die ausschliesslich den alten Ritus zelebrieren, sei «faktisch eine Verleugnung der Liturgie-Reform des Zweiten Vatikanischen Konzils.» Solche ultrakonservativen Kandidaten seien für das Priesteramt ungeeignet. Aber die Bischöfe seien «derat in Not, überhaupt noch zölibatäre Priester zu finden, dass sie jeden nehmen, den sie finden.» (so)
Mehr in der «Südostschweiz» von heute.
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