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Katholische Kirche in Belgien will Missbrauchsopfer entschädigen

Die Opfer sexuellen Missbrauchs durch katholische Geistliche in Belgien sollen Entschädigungszahlungen erhalten. Das erklärten hohe religiöse Vertreter am Montag, nachdem die Vorwürfe der Opfer die katholische Kirche in Belgien in den vergangenen Monaten zutiefst erschüttert hatten.

Südostschweiz
Montag, 30. Mai 2011, 18:28 Uhr
In zahlreichen Ländern ist die katholische Kirche in Missbrauchskandalen involviert (Archiv).

Brüssel. – «Im Bewusstsein ihrer moralischen Verantwortung und der Erwartungen der Gesellschaft verpflichten sich die Bischöfe und religiösen Vorsteher, die Anerkennung der Opfer sicherzustellen und Massnahmen zur Linderung ihres Leidens anzunehmen», hiess es in einer Stellungnahme der belgischen Bischöfe.

Den Opfern solle ihre Würde wiedergegeben und eine «finanzielle Entschädigung entsprechend ihrer Bedürfnisse» gezahlt werden. Der katholischen Kirche war in Belgien vorgeworfen worden, zu wenig Mitgefühl für die Opfer pädophilen Missbrauchs zu zeigen.

Skandale um Kindesmissbrauch hatten die katholische Kirche und andere Institutionen in den vergangenen Monaten in zahlreichen Ländern erschüttert. In Belgien schlugen sie besonders hohe Wellen.

Im vergangenen Jahr hatten mehr als 500 Zeugen von sexuellem Missbrauch seitens katholischer Geistlicher in Belgien berichtet. Erst im vergangenen Monat hatte ein ehemaliger belgischer Bischof den Missbrauch zweier Neffen eingeräumt, sich jedoch geweigert, sein Priesteramt aufzugeben. (sda)

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