×

Davos will Littering mit Ordnungsbussen bekämpfen

Wer in Davos künftig Abfälle liegen lässt, sie absichtlich wegwirft oder illegal entsorgt, muss mit einer Ordnungsbusse von 150 Franken rechnen.

Südostschweiz
29.06.23 - 20:10 Uhr
Politik

Die Gemeinde Davos führt ab dem 1. Juli Bussen für Abfallsünderinnen und Abfallsünder ein. Diese müssen in Zukunft mit einer Busse von 150 Franken rechnen. Wie die Medienstelle Davos Klosters in einer Mitteilung schreibt, will die Gemeinde damit dem Littering Gegensteuer geben, das in der Region in den letzten Jahren stark zugenommen hat. An beliebten Aussichtspunkten, Spielplätzen, öffentlichen Plätzen oder Feuerstellen wiederhole sich das Bild: Immer wieder würden Dosen, Flaschen, Essensreste oder gar gebrauchte Windeln herumliegen.

Um einen solchen Anblick zu verhindern: Mit dem Littering-Verbot werden Abfallsünder zur Kasse gebeten.
Um einen solchen Anblick zu verhindern: Mit dem Littering-Verbot werden Abfallsünder zur Kasse gebeten.
Bild Gemeinde Davos

Securitas und Polizei kontrollieren

Um die Bussen umzusetzen, werde Securitas-Personal und Gemeindepolizei im Ort und im Gelände Kontrollen durchführen, heisst es weiter. Littering sei in Davos zwar schon länger gesetzlich verboten, bislang habe es dafür aber, abgesehen von falsch entsorgten Kehrichtsäcken, keine Bussen gegeben. «Es wird auch künftig nicht wegen kleinsten Papierfetzen gebüsst», wird der Landamann der Gemeinde, Philipp Wilhelm, in der Mitteilung zitiert. «Es geht vor allem um grössere Verschmutzungen, unaufgeräumte Hinterlassenschaften von privaten Zusammenkünften oder dem unachtsamen oder gar willentlichen Zurücklassen von Abfällen im öffentlichen Raum.»

«Es wird auch künftig nicht wegen kleinsten Papierfetzen gebüsst»
– Philipp Wilhelm, Landamann Gemeinde Davos

Touristen und Einheimische werden via Flyer, Website, Newsletter und Social Media auf die neue Regelung aufmerksam gemacht. (red)

Kommentieren
Kommentar senden

Jetzt für den «Abentüürland»-Newsletter anmelden

Mit unseren Tipps & Tricks für den Familienalltag jeden Dienstag top informiert sein.

Mehr zu Politik MEHR