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Anti-WEF-Demonstrierende sorgen für Megastau

Rund 300 Anti-WEF-Demonstrierende haben am Sonntagmittag die Strasse bei Davos Laret blockiert. Es entstand ein Stau von über 18 Kilometern. Am Nachmittag fand eine Demonstration in Davos statt.

Südostschweiz
14.01.24 - 13:44 Uhr
Politik

Die Demonstrierenden hätten sich zwar an ihre bewilligte Route gehalten, sagte Anita Senti von der Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Sonntag. Beim Queren der Hauptstrasse bei Davos Laret hätten sie die erhöhte Sichtbarkeit aber ausgekostet.

Rund eine Stunde musste der Strassenabschnitt gesperrt werden. Kurz nach 13 Uhr konnte die Blockade aufgehoben werden. Die Demonstrierenden wanderten danach weiter zum Bahnhof Davos Wolfgang. Dort mussten sie den Zug bis Davos Platz nehmen. Gegen 15 Uhr stiessen sie dort zur bewilligten Kundgebung der Juso auf dem Postplatz hinzu.

Die Demonstrierenden hatten sich am Samstagmorgen von Küblis zu Fuss auf den Weg nach Davos gemacht. Ihre Kritik galt den hochrangigen Gästen des WEF.

Um 14 Uhr startet auf dem Davoser Postplatz eine Demonstration. Das Bild zeigt den Postplatz einige Minuten davor.
Um 14 Uhr startet auf dem Davoser Postplatz eine Demonstration. Das Bild zeigt den Postplatz einige Minuten davor.
Bild Béla Zier

350 Demonstrierende fordern Ende des WEF

Rund 350 Demonstrierende haben am Sonntagnachmittag auf dem Postplatz in Davos Klimagerechtigkeit und das Ende des Weltwirtschaftsforums (WEF) gefordert. Zuvor blockierten sie die Strasse bei Davos Laret. 

«Wir haben uns endlich den Platz genommen, der uns zusteht», sagte eine Sprecherin der Demonstrierenden der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Diese hatten zuvor gefordert, auf der Hauptstrasse von Küblis nach Davos gehen zu dürfen, wurden aber von den Behörden auf die Wanderwege verwiesen.

Als sie dafür die Hauptstrasse bei Laret überquerten, kosteten sie den Moment der Aufmerksamkeit aus. Rechtliche Konsequenzen dafür schloss die Polizei auf Anfrage nicht aus.

Macht das WEF die Welt besser?

Ja
13%
Nein
87%
1545 Stimmen

Symbolischer Protest

Angekommen auf dem Postplatz forderten die Demonstrantinnen und Demonstranten das Ende des WEF, Klimagerechtigkeit und einen Stopp der Macht von Grosskonzernen.

Dass ihre Kritik dabei nicht von denen gesehen werden könnte, an die sie sich richtet, sei sehr wahrscheinlich, räumte Nicola Siegrist, Präsident der Juso Schweiz im Gespräch mit Keystone-SDA ein. Ihr Protest sei aber vielmehr symbolisch und ein Appell für alle Betroffenen, sich gegen die «Mächtigsten und Reichsten» aufzulehnen.

Bestrebungen am Forum, in den direkten Kontakt mit diesen Personen zu treten, gab es seitens der Juso keine. Siegrist lehnte nach eigenen Angaben auch eine Einladung an eine WEF-Veranstaltung ab. «Alles Wichtige wird sowieso hinter verschlossenen Türen besprochen», sagte er. (sda)

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