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Graubünden sagt Ja zur Gebietsreform

Der Kanton Graubünden entrümpelt seine politischen Strukturen aus dem vorletzten Jahrhundert. Eine Verfassungsrevision zur Gebietsreform wurde an der Urne deutlich angenommen.

Südostschweiz
Sonntag, 23. September 2012, 17:13 Uhr
Graubünden bleibt Graubünden: Die vom Volk angenommene Gebietsreform vereinfacht die Strukturen etwas.

Chur. – Damit ersetzen elf neue Regionen die bestehenden 39 Kreise, 11elfBezirke und 14 Regionalverbände. 31'788 Stimmberechtigte waren für die Gebietsreform, 9410 dagegen. Die Stimmbeteiligung betrug 32,08 Prozent.

Die Regionen werden ab 2015 schrittweise viele Funktionen der bisherigen Verwaltungsgebilde übernehmen. Es handelt sich vor allem um justiznahe und administrative Aufgaben. Der Wechsel erfolgt während einer Übergangsfrist von zwei Jahren.

Umbau bis 2017

Bis 2017 sollen die alten Strukturen aufgelöst werden. In einer stark reduzierten Form weiterbestehen werden die Kreise. Sie behalten jedoch nur die Funktion von Gebietseinteilungen für die Grossratswahlen.

Die Reform war unbestritten. Die bestehenden Strukturen gelten als nicht zukunftstauglich, ineffizient und als zu wenig professionell. Das Kantonsparlament hatte der Vorlage deutlich zugestimmt.

Nach dem positiven Entscheid der Stimmberechtigten geht die Arbeit für Regierung und Parlament aber erst richtig los. Es gilt, die konkrete Ausgestaltung der Regionen gesetzlich zu regeln, Kompetenzen und Führungsstrukturen zu definieren. Unter anderem geht es um die Frage, ob die Regionen ein Parlament bekommen sollen. (sda)

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