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500 Tage Krieg: UN-Experten verurteilen Gewalt gegen Zivilisten

Die UN-Menschenrechtsexperten in der Ukraine haben die hohe Zahl ziviler Opfer beklagt. 500 Tage des russischen Kriegs gegen das Nachbarland seien ein düsterer Meilenstein, teilte die Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine am Freitag mit.

Agentur
sda
07.07.23 - 12:31 Uhr
Politik
Eine Frau telefoniert in ihrem Haus, das durch die Schockwelle eines russischen Raketenangriffs im Zentrum der Stadt Kramatorsk zerstört wurde, um Hilfe. Foto: Celestino Arce Lavin/ZUMA Press Wire/dpa
Eine Frau telefoniert in ihrem Haus, das durch die Schockwelle eines russischen Raketenangriffs im Zentrum der Stadt Kramatorsk zerstört wurde, um Hilfe. Foto: Celestino Arce Lavin/ZUMA Press Wire/dpa
Keystone/ZUMA Press Wire/Celestino Arce Lavin

Sie dokumentierte seit der Invasion am 24. Februar 2022 mehr als 9000 Todesopfer unter Zivilisten, darunter mehr als 500 Minderjährige. Die wahren Zahlen könnten weitaus höher liegen, denn die UN-Experten zählen nur Todesfälle, die sie selbst unabhängig überprüfen und bestätigen konnten. Der Krieg verlange der ukrainischen Zivilbevölkerung einen schrecklichen Tribut ab, sagte der stellvertretende Leiter des Teams, Noel Calhoun.

Die Opferzahlen seien im Frühjahr gegenüber dem vergangenen Jahr zurückgegangen, berichtete das Team. Sie seien im Mai und Juni aber wieder gestiegen. Nach Angaben des Teams sind seit der russischen Invasion dreimal so viele Zivilisten dort umgekommen wie in den vorangegangenen acht Jahren zusammen. Das Team arbeitet seit 2014 mit einigen Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Ukraine. Konkret dokumentierte es vom 24. Februar 2022 bis 30. Juni 2023 genau 15 993 Verletzungen und 9177 Todesfälle.

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