×

Engadiner Gemeinden stehen kritisch zum Lehrplan 21

Der Teilbereich Romanisch des Lehrplans 21 gerät immer stärker unter Beschuss. Nun kritisieren auch gegen 20 Gemeinden, Schulverbände und -behörden aus dem Engadin den Plan aufs Schärfste.

Südostschweiz
26.11.13 - 20:37 Uhr

Chur. – In ihrer Vernehmlassung zum Lehrplan 21 hatte die Pro Idioms Engiadina e Surselva im Spätsommer den Teilbereich Romanisch als zu Rumantsch-Grischun-lastig bezeichnet und mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen.

Nun erhält die Pro Idioms Sukkurs von gegen 20 Engadiner Gemeinden, Schulverbänden und -behörden. So haben laut Domenic Toutsch, dem Präsidenten der Pro Idioms Engiadina, inzwischen unter anderen Ardez, Samedan, Scuol, Sent, Valsot, Zernez und Zuoz in ablehnender Haltung zum Lehrplan 21 Stellung genommen.

«Neue, zweite Schriftsprache»

In ihren Schreiben an das Erziehungsdepartement halten die Engadiner Gemeinden und Schulverantwortlichen fest, dass der Lehrplan 21 von den im Idiom alphabetisierenden Schulen Kompetenzen in Rumantsch Grischun, also «einer neuen, zweiten romanischen Schriftsprache» verlange. Das heisse nichts anderes, als dass die Schüler am Ende der Schulzeit Rumantsch Grischun so gut lesen und verstehen müssten wie das eigene Idiom. Das sei inakzeptabel. (so)

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Mehr zu MEHR